Krefeld: Diebesbande legt Geständnisse ab

Landgericht in Krefeld : Diebesbande legt Geständnisse ab

Eine Diebesbande hat sich vor dem Landgericht dazu bekannt, sich Zutritt zu Wohnungen alter Menschen verschafft und sie bestohlen zu haben. Am zweiten Verhandlungstag ließen zwei Männer und eine Frau die Taten durch ihre Verteidiger einräumen.

Über Monate hinweg klingelten sie in Krefeld an Türen von Rentnern und baten um Hilfe. Mit Blumen oder Kuchen in der Hand gaben sie vor, einen Nachbarn nicht erreicht zu haben. Deshalb baten sie darum, eine Nachricht aufschreiben zu dürfen. Die hilfsbereiten Rentner ließen die Täter in die Wohnung und wurden um ihre Wertsachen gebracht. Die Rollenverteilung war für das Trio klar: Der 26-Jährige aus Bergheim fuhr seinen Bruder und eine Bekannte zu den Häusern und bekam dafür meist einen Teil der Beute. Der Krefelder und dessen 32-jährige Bekannte gingen in die Wohnungen. Meist war es die Frau, die die Rentner ablenkte, damit der Mann die Wohnung durchsuchen konnte. Sie hatten es auf Schmuck und Bargeld abgesehen. Den Schmuck versetzten sie im Pfandhaus. Es sei leicht gewesen, die Leute zu bestehlen, sagte die Angeklagte. Der 25-Jährige gab an, dass seine langjährige Arbeitslosigkeit ihn zu den Taten trieb. Er schäme sich dafür. Die Strafkammer hatte einer Verständigung zugestimmt, um das Verfahren abzukürzen. Im Falle glaubhafter Geständnisse sagte man den Haupttätern zu, Freiheitsstrafen von vier Jahren und drei Monaten nicht zu überschreiten. Bezüglich des Fahrers wurde eine Höchststrafe von dreieinhalb Jahren genannt.

(BL)
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