Krefeld: Bewaffneter Serientäter schlägt wieder zu - Opfer erleidet Herzinfarkt

Überfall auf einen Kiosk : Serientäter schlägt wieder zu - Opfer schwebt in akuter Lebensgefahr

Am Mittwoch hat ein Unbekannter einen Kiosk an der Kölner Straße überfallen. Die Polizei geht davon aus, dass es derselbe Täter ist, der zuletzt drei Spielhallen beraubt hat. Beim jüngsten Überfall erlitt sein Opfer einen Herzinfarkt.

Der Serientäter hat wieder zugeschlagen: Am Mittwoch Vormittag hat in Folge eines Raubüberfalls auf einen Kiosk dessen 68 Jahre alter Besitzer einen Herzinfarkt erlitten und musste wiederbelebt werden. Die Polizei geht davon aus, dass es sich bei dem flüchtigen Täter um den gleichen Mann handelt, der seit Dezember eine Serie von Raubüberfällen, in Krefeld begangen hat. Weiterhin werden dringend Zeugenhinweise gesucht.

Es ist 7.35 Uhr, als ein maskierter Mann die Lottoannahmestelle an der Kölner Straße in der Nähe zur Thomasstraße betritt. Der Mann zückt eine Schusswaffe, richtet sie auf den 68 Jahre alten Kiosk-Betreiber und fordert Geld. Der Ladenbesitzer kommt der Aufforderung nach und händigt ihm den Kasseninhalt aus. Anschließend ergreift der Räuber die Flucht, und der 68-Jährige ruft die Polizei.

   Als die Polizisten am Tatort mit dem Opfer sprechen, spielen sich dramatische Szenen ab: Der Mann sackt bewusstlos zusammen. Den Beamten gelingt es, den Mann wiederzubeleben. Er wird mit dem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht, wo er behandelt wird. Am Nachmittag teilt die Polizei mit, dass der Mann in akuter Lebensgefahr schwebe und sie die Fahndungsbemühungen noch weiter verschärfe und mit Hochdruck an der Aufklärung arbeiten werde. „Der Vorfall genießt jetzt bei uns Priorität Eins“, sagte eine Polizeisprecherin.

  Die Polizei geht davon aus, dass es sich um denselben Täter handelt, der bereits zuvor drei Spielhallen, eine Tankstelle und eine Bäckerei überfallen hat.   Der Mann ist 1,75 bis 1,80 m groß und etwa 25 Jahre alt. Auch im aktuellen Fall trug er einen grünen Kapuzenpullover mit Kordeln sowie ein schwarzes Tuch, mit dem er den Mund- und Nasenbereich verdeckte. In allen bisherigen Fällen war der Mann auf gleiche Art vorgegangen: Der Vermummte bedroht seine Opfer stets mit einer Waffe und fordert Bargeld. Zudem stimmt die Täterbeschreibung in allen Fällen überein.

In der Nacht zum Montag, 7. Januar, hatte er eine Spielhalle an der Königstraße überfallen. Der Überfall auf eine Tankstelle an der Kölner Straße erfolgte am Sonntag, 14. Januar. Gegen 21 Uhr bedrohte der Unbekannte den Kassierer mit einer Schusswaffe und forderte Bargeld.

Am vergangenen Samstag, 21. Januar, folgte ein versuchter Überfall auf eine Bäckerei an der Kölner Straße in Fischeln. Dort hatte der Unbekannte um 7.50 Uhr zunächst den Verkaufsraum betreten und war von dort aus in den hinteren Bereich der Bäckerei gegangen. Dort forderte er unter Vorhalt einer Schusswaffe eine Angestellte auf, die Kasse zu öffnen und ihm das Geld zu geben. Die couragierte Angestellte verweigerte sich der Aufforderung und flüchtete. Daraufhin versuchte der Täter selber, die Kasse aufzubrechen, scheiterte jedoch. Er flüchtete ohne Beute zu Fuß in unbekannte Richtung.

Die Polizei ist überzeugt, dass der Räuber auch für die Spielhallen-Überfälle am 18. Dezember an der Krefelder Straße, am 29. Dezember am Dießemer Bruch sowie am vergangenen Samstag, 5. Januar, an der Kölner Straße verantwortlich ist. Dort betrat der vermummte Räuber gegen 21.35 Uhr mit einer Waffe das Ladenlokal, in der sich zu diesem Zeitpunkt keine Kunden befanden. Der Täter forderte die Mitarbeiterin auf, ihm Geld zu geben. Dabei bedrohte er sie mit der Schusswaffe und ließ sich das Geld in seine Jackentaschen stecken.

Am Dießemer Bruch schlug er morgens um 6.05 Uhr zu. Zwei Kunden und eine Angestellte waren in dem Ladenlokal, als er an die Theke trat, das Geld aus der Kasse forderte und wieder verschwand. Und in der Nacht zum 18. Dezember überfiel der Mann mit vorgehaltener Waffe eine Spielhalle an der Krefelder Straße. Diesmal hatte er sich einen Pullover über das Gesicht gezogen und forderte unter Vorhalt einer Pistole die 57 Jahre alte Mitarbeiterin auf, ihm die Kasse zu geben. Mit dem Geld und der Schubladeneinlage flüchtete er.

Hinweise nimmt die Polizei unter 02151/6340 oder hinweise.krefeld@polizei.nrw.de entgegen.

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