Bombenentschärfung in Krefeld: Evakuierung ab 17 Uhr - ÖPNV betroffen

Räumung in Krefeld : Fünf-Zentner-Bombe entschärft – 680 Menschen evakuiert

Am Montag wurde auf einem Baugrundstück an der „Alte Gladbacher Straße“ eine Bombe gefunden. Ab 17 Uhr wurde der Bereich geräumt; um 19.57 Uhr gab die Katastrophen-App Nina Entwarnung.

(vo) Die Fachleute haben anfangs von einer „0-8-15“-Bombe gesprochen, doch am Ende ist keine Bombe 0-8-15: Als die Katastrophen-App „Nina“ um 19.57 Uhr Entwarnung für Krefeld gab, waren eben doch alle Beteiligten erleichtert. Die amerikanische Fünf-Zentner-Bombe, die am Montagnachmittag auf einem Baugrundstück an der Alte Gladbacher Straße entdeckt worden war, war vom Kampfmittelräumdienst entschärft worden. Die Bürger, die im Umkreis leben, konnten wieder zur Normalität übergehen.

Diese Bereiche waren von der Bombenentschärfung betroffen. Die Menschen, die im inneren Kreis leben, mussten für die Dauer der Entschärfung evakuiert werden. Foto: Feuerwehr

Wie immer in solchen Fällen wurden im Umkreis von 250 Metern um die Bombe alle Gebäude evakuiert. 680 Menschen mussten demnach ihr Wohnräume verlassen. Wie ein Sprecher der Polizei berichtete, waren 14 Transporte für Menschen nötig, die ihre Wohnung nicht allein verlassen konnten.

68 Bürger fanden in der vorsorglich eingerichteten Betreuungsstelle im Pfarrheim von St. Michael Obdach. Die weitaus meisten Menschen sind demnach bei Freunden und Verwandten untergekommen.

Die Menschen die um Umkreis von 250 bis 500 Meter rund um die Bombe leben, sollte sich „luftschutzmäßig“ verhalten. Das bedeutet: Sie sollten sich in Räumen aufhalten, die vom Bombenfundort abgewandt liegen, und Fenster meiden.

Nachdem der komplette Gefahrenbereich um 19.25 Uhr durch die Einsatzkräfte geräumt war und die Deutsche Bahn den Fahrbetrieb eingestellt hatte, begann die Entschärfung; ein Spezialist des Kampfmittelbeseitigungsdienstes konnte um 19.50 Uhr grünes Licht nach erfolgreicher Entschärfung geben.

Im Einsatz waren die Einheiten der Freiwilligen Feuerwehr aus Krefeld mit 75 Kräften sowie der Malteser Hilfsdienst, das DRK und die Johanniter Unfallhilfe mit 54 Kräften. Dabei half ein Bus der SWK im Pendelverkehr. Neben der Bahn konnte auch die Buslinie 051 in Richtung Forstwald für die Dauer der Entschärfung nicht mehr fahren.

(vo)
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