Krefeld: Bewohner und Tiere über Drehleiter gerettet

Krefeld: Bewohner und Tiere über Drehleiter gerettet

Fünf Personen wurden am Donnerstagabend bei einem Wohnungsbrand an der Breite Straße verletzt. Sie wurden mit Verdacht auf Rauchgasvergiftungen ins Krankenhaus gebracht. Zwei Häuser sind unbewohnbar, die Polizei ermittelt.

Bei einem Wohnungsbrand an der Breite Straße sind am Donnerstagabend fünf Bewohner verletzt worden. Sie wurden mit Verdacht auf Rauchgasvergiftungen in Krankenhäuser gebracht. Zwölf Personen, eine Katze und ein Hund mussten über eine Drehleiter gerettet werden, weil das Feuer ihnen den Fluchtweg versperrte, 28 Betroffene wurden in einem Bus der Stadtwerke Krefeld (SWK) betreut.

Der Brand breitete sich letztlich bis ins Dachgeschoss eines angrenzenden Mehrfamilienhauses aus. Beide Gebäude sind unbewohnbar. Die Löscharbeiten dauerten bis in den frühen Morgen. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

Nur ein paar Habseligkeiten konnten die Bewohner in der Brandnacht aus dem Haus retten. Foto: Drabben Andreas

Kurz vor 21 Uhr schrillten auf der Leitstelle der Feuerwehr die Alarmsirenen. In einem Mehrfamilienhaus mit Flügelanbau an der Breite Straße in der Innenstadt war ein Feuer ausgebrochen. Beim Eintreffen der Rettungskräfte stand wenige Minuten später bereits das Erdgeschoss in Flammen. Durch die starke Rauchentwicklung im Treppenhaus war den Bewohnern in den Wohnungen der Obergeschosse der Fluchtweg versperrt.

Die Feuerwehr rettete über sofort eingesetzte Drehleitern sowie durch weitere Trupps, die sich im Gebäude durch den tödlichen Qualm kämpften, zwölf Personen aus dem mehrgeschossigen Haus. Einige Bewohner hatten bereits verzweifelt an den Fenstern im Obergeschoss gestanden, andere konnten noch vor Eintreffen der Wehr in einen Hinterhof flüchten.

Foto: Samla
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"Das angrenzende Nachbargebäude, ebenfalls ein Mehrfamilienhaus, musste wegen der sich stark ausbreitenden Rauchentwicklung ebenfalls geräumt werden", so ein Sprecher der Wehr gegenüber unserer Redaktion.

Fünf Personen wurden nach der Erstbehandlung durch Notärzte mit Verdacht auf Rauchgasvergiftungen in Krefelder Krankenhäuser transportiert. Insgesamt wurden durch den Rettungsdienst der Stadt 28 Personen vor Ort untersucht. Parallel retteten die Wehrleute eine Katze und einen Hund lebend aus dem brennenden Gebäude, während sich die Flammen bis ins Dachgeschoss der beiden Wohnhäuser ausbreiteten.

Zur Brandbekämpfung wurden mehrere Trupps unter Atemschutz im Innenbereich sowie eine Drehleiter eingesetzt. Dazu musste unter anderem das Dach teilweise abgedeckt werden, um an alle Glutnester heranzukommen.

Im Einsatz waren die beiden Wachen der Berufsfeuerwehr und die Einheit der freiwilligen Feuerwehr aus Oppum. Zu den 35 Einsatzkräften standen noch mehrere Rettungswagen und zwei Notärzte der Stadt Krefeld zur Erstversorgung der Verletzten bereit. Die Restlöscharbeiten dauerten noch mehrere Stunden an. Die beiden Wohnhäuser sind durch den Brand bis auf weiteres unbewohnbar. Experten der Polizei waren gestern vor Ort. Ein Sachverständiger untersuchte gestern bis in die Abendstunden das Gebäude.

(RP)
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