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Krefeld: Bewährungsstrafe für Kinderschänder

Krefeld : Bewährungsstrafe für Kinderschänder

Als vor knapp zwei Jahren Ermittler im Kampf gegen Kinderpornographie auf einen Mann aus Krefeld stießen, konnten sie in seiner Wohnung mehr als 200 Bilddateien sicherstellen. Erst später stellte sich heraus, dass der 46-Jährige nicht nur verbotene Dateien besessen, sondern auch selbst Videoclips mit kinderpornographischem Inhalt hergestellt hatte. Opfer war die damals acht bzw. neun Jahre alte Tochter seiner Geliebten.

Wegen sexuellen Kindesmissbrauchs in sieben Fällen und Besitzes Kinderpornographischer Dateien hat das Krefelder Jugendschöffengericht den Mann gestern zu einer zweijährigen Bewährungsstrafe verurteilt. Außerdem muss er 100 Sozialstunden ableisten und bekommt einen Bewährungshelfer an die Seite gestellt. Wie sein Verteidiger betonte, handelte es sich um "Tathandlungen ohne jedeN Körperkontakt". Der Mann hatte sich nicht an dem Kind vergangen, sondern es animiert, sich unbekleidet vor der Kamera zu bewegen. Dabei habe er es veranlasst, "sich insbesondere unter Zurschaustellung des Genitalbereichs zu bewegen", so der Richter. In einem Fall hatte er sich neben das schlafende Mädchen gelegt und sich befriedigt. Auch das hatte er gefilmt. Die Geschädigte hatte ausgesagt, dies belaste sie heute nicht mehr. Eine Entschuldigung des reuigen Angeklagten im Gerichtssaal akzeptierte sie.

Die Staatsanwältin hatte eine Haftstrafe von zwei Jahren und sechs Monaten gefordert. Der Mann habe das Vertrauen von Mutter und Kind missbraucht.

(RP)