Kr Wie Krefeld: Bespuckt und gedemütigt

Kr Wie Krefeld: Bespuckt und gedemütigt

Gleich zweimal sind in dieser Woche Busfahrer angegangen worden: Im ersten Fall haben zwei Jugendliche und ein 19-Jähriger einen Fahrer geschlagen, im zweiten Fall ist ein Busfahrer von einem 22-Jährigen bespuckt und gedemütigt worden. Damit setzt sich eine beunruhigende Reihe fort: Die Polizei beklagt immer mehr tätlichen Angriffe auf Beamte auch bei nichtigen Anlässen; sogar Feuerwehr und Rettungskräfte werden tätlich angegriffen - ohne ersichtlichen Grund. Das alles ist ein Rätsel. Fast scheint es, als seien Uniformträger für bestimmte Leute allein wegen der Uniform eine Provokation. Warum? Weil Uniformen für Ordnung stehen? Für ein Regelwerk, das ein Sozialwesen erst funktionsfähig macht? Dazu gehören ja nicht nur Verbote. Rettungskräfte retten; dass sie provozieren, weil sie irgendwie für Regeln des Miteinanders stehen (nämlich: im Notfall zu helfen), ist eine gruselige Perspektive.

Gleich zweimal sind in dieser Woche Busfahrer angegangen worden: Im ersten Fall haben zwei Jugendliche und ein 19-Jähriger einen Fahrer geschlagen, im zweiten Fall ist ein Busfahrer von einem 22-Jährigen bespuckt und gedemütigt worden. Damit setzt sich eine beunruhigende Reihe fort.

Die Polizei beklagt immer mehr tätlichen Angriffe auf Beamte auch bei nichtigen Anlässen; sogar Feuerwehr und Rettungskräfte werden tätlich angegriffen - ohne ersichtlichen Grund. Das alles ist ein Rätsel. Fast scheint es, als seien Uniformträger für bestimmte Leute allein wegen der Uniform eine Provokation. Warum? Weil Uniformen für Ordnung stehen? Für ein Regelwerk, das ein Sozialwesen erst funktionsfähig macht? Dazu gehören ja nicht nur Verbote. Rettungskräfte retten; dass sie provozieren, weil sie irgendwie für Regeln des Miteinanders stehen (nämlich: im Notfall zu helfen), ist eine gruselige Perspektive.

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Jetzt also: Sogar Busfahrer. Auch sie stehen für einen geordneten (dadurch sicheren) Fahrbetrieb. Woher die Wut, bei Kleinigkeiten zuzuschlagen oder ein widerwärtiges Zeichen der Verachtung zu setzen, wie es das Bespucken eines Menschen darstellt? Es gibt, so scheint es, kaum noch Eskalationsstufen, weniger Gefühl für Angemessenheit, nicht mal aus Eigennutz. Es ist doch klar, dass bei einem Streit um einen läppischen Fahrschein eine Körperverletzung alles sehr viel schlimmer macht. Nein, es gibt immer mehr Leute, bei denen alle Sicherungen durchbrennen, wenn etwas ihr Ego tangiert. Als Wut-Auslöser reicht offenbar die bloße Gegenwart einer Uniform, die für irgendeine Form von Autorität steht, und sei es die Autorität eines Feuerwehrmannes, der Raum und Rücksicht zum Löschen braucht. Oder eben die Autorität eines Busfahrers.

Man fühlt sich nicht gut, man fühlt sich alt, man fühlt sich griesgrämig, aber es führt kein Weg daran vorbei: Solchen Auswüchsen muss ein Gemeinwesen entschieden begegnen. Mit schnellen Sanktionen und fühlbaren Strafen. Es ist kein Kavaliersdelikt, jemanden zu bespucken. Es ist eine Kampfansage an alle. Den Kampf müssen die Guten gewinnen.

(vo)