Krefeld: Benedikt Winzen folgt auf Bernd Scheelen

Krefeld: Benedikt Winzen folgt auf Bernd Scheelen

Der 27-jährige Krefelder Juso wurde auf der Wahlkreiskonferenz mit 81,6 Prozent zum Bundestagskandidaten gewählt.

Nach 19 Jahren im Bundestag hört Bernd Scheelen 2013 in Berlin auf. Der 64-Jährige verzichtete auf eine neue Kandidatur. Am Samstag waren deshalb die 150 SPD-Delegierten des Wahlkreises (78 aus dem Kreis Neuss, 72 aus Krefeld) aufgerufen, einen neuen Kandidaten zu wählen. Von den Delegierten im Saal Gietz in Fischeln wurde Benedikt Winzen mit 102 von 126 Stimmen zum neuen Bundestagskandidaten gewählt, das entspricht 81,6 Prozent. Die Meerbuscher Kandidatin Heidemarie Niegeloh konnte nur 23 Stimmen auf sich vereinen.

Benedikt Winzen, seit einem Jahr Vorsitzender der Krefelder Jusos, deckt durch seine Biografie beide Teile des Wahlkreises ab. Er wurde 1985 in Neuss geboren, aufgewachsen und zur Schule gegangen ist er in Meerbusch. Seit sechs Jahren lebt er jetzt in Krefeld, wo er bei der Commerzbank arbeitet. Vor drei Monaten hat er geheiratet. Der Sohn eines Polizisten und einer Versicherungsangestellten will sich für eine bessere Bildungspolitik und gegen die "Politik der sozialen Kälte" einsetzen. Statt Betreuungsgeld zu zahlen, müsse die Vereinbarkeit von Beruf und Familie vorangebracht werden.

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Die Meerbuscher SPD-Stadtverbandsvorsitzende Heidrun Niegeloh hat sich seit vielen Jahren in SPD und Gewerkschaften engagiert und war Betriebsrätin und Gleichstellungsbeauftragte bei der Rheinbahn in Düsseldorf. Die 58-Jährige warb mit einer "sozialen Inklusion" um Stimmen: "Wir können anders, nämlich solidarisch."

Bernd Scheelen sprach zum ersten Mal nicht als Kandidat an die Delegierten des SPD-Unterbezirks. Abgeordneter im Bundestag zu sein, nannte er "einen der spannendsten Jobs in Deutschland". Für ihn ist Politik die beste Möglichkeit, die Gesellschaft zu verändern.

(RP)
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