Krefeld: Baustopp am Kreuz Neersen

Krefeld : Baustopp am Kreuz Neersen

Ende Januar sollten die Bauarbeiten am Autobahnkreuz Neersen endgültig abgeschlossen sein. Wegen der anhaltenden Kälte aber könnte sich das Ende der Arbeiten verzögern. Derzeit stehen die Bagger nämlich still.

Die Baucontainer sind verwaist, die Bagger stehen mitten im Schnee. An Arbeiten ist am Autobahnkreuz Neersen derzeit nicht zu denken. „Wir mussten einen Baustopp einlegen“, bestätigt Markus Reul, Projektleiter Bau beim Landesbetrieb Straßen.NRW. Er betreut den Umbau des Kreuzes von der Niederlassung Niederrhein in Mönchengladbach aus. Die anhaltende Kälte sorge dafür, dass die Bauarbeiten derzeit nicht wie geplant fortgeführt werden können. Bleibt es auch in den kommenden Wochen bei Temperaturen im Bereich des Gefrierpunktes, könnte sich das Ende der langjährigen Bauarbeiten weiter verzögern.

Eine Rampe fehlt noch

Dabei sah es Ende vergangenen Jahres nach einem baldigen Ende der Arbeiten am Autobahnkreuz aus. Kurz vor Weihnachten wurden mehrere – zum Teil schon seit Jahren geltende – Sperrungen aufgehoben. Seitdem kann man beispielsweise wieder von der A 44 aus Richtung Krefeld auf die A 52 in Richtung Düsseldorf wechseln. In den Jahren, in denen diese Verbindung gesperrt war, entdeckten viele Autofahrer Abkürzungen durch Schiefbahn oder Neersen. Mit der Folge, dass die Anwohner auf Dauer extrem genervt waren.

Was jetzt noch zur Fertigstellung der Bauarbeiten im Neersener Kreuz fehlt, ist eine Rampe, die von der A 52 aus Richtung Mönchengladbach auf die A 44 in Richtung Krefeld führt. Derzeit ist die Streckenführung in diese Richtung eher provisorisch. „Die Kurve ist relativ eng. Das soll auf der Rampe großzügiger geregelt werden“, erklärt Reul.

Seit einigen Wochen schon konnte an der Rampe aber nicht mehr gearbeitet werden. „Entweder es war zu feucht, oder aber zu kalt wie im Moment“, sagt Reul. Würden die Bauarbeiten bei den derzeitigen Minusgraden fortgeführt, würde die Asphaltdecke, die auf der Rampe aufgetragen werden soll, schnell abgetragen werden. „Wenn der Boden eine Temperatur von unter fünf Grad hat, erkaltet der Gussasphalt beim Auftragen zu schnell. Es würde kein richtiger Schichtenverbund entstehen“, erklärt der Projektleiter. Das führe letztlich zu Schlaglöchern.

Im Kontakt mit Baufirmen

Der Landesbetrieb steht in diesen Tagen in ständigem Kontakt mit den Baufirmen. Die Mitarbeiter sind längst nicht mehr vor Ort, sondern arbeiten je nach Auftragslage ihrer Firmen an anderen Stellen weiter. Markus Reul hofft unterdessen, dass die Bauarbeiten in der kommenden Woche fortgesetzt werden können. „Dann könnten wir vielleicht doch noch Ende Januar fertig werden“, sagt er. So ganz sind die Arbeiten mit dem Fertigstellen der Rampe im übrigen noch nicht beendet. „Wir werden dann noch die Fahrbahn der A 44 in Richtung Krefeld erneuern“, kündigt Reul an. Auch dafür müsste es wärmer werden.

(RP)
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