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Bauhaus: CDU kritisiert Großbaustelle vor Kaiser Wilhelm Museum im Jubiläumsjahr

100 Jahre Bauhaus : CDU kritisiert Großbaustelle vor Museum im Bauhaus-Jubiläumsjahr

Die CDU wirft der Stadtverwaltung Stillstand beim Umbau des Joseph-Beuys-Platzes vor. Die Folge: Gäste der Feierlichkeiten 2019 erwartet ein unansehnliches Entree.

Dass die Stadt ihre Gäste im Jubiläumsjahr der Bauhaus-Bewegung im kommenden Jahr auf einer Großbaustelle begrüßen will, trifft bei den CDU-Ratsmitgliedern Jürgen Wettingfeld und Ingeborg Müllers sowie den Fraktionskollegen auf großes Unverständnis. „Wir sind über die Untätigkeit der Stadtverwaltung beim Thema Umbau des Joseph-Beuys-Platzes vor dem Kaiser-Wilhelm-Museum irritiert“, erklärten sie. Der Planungsausschuss habe in seiner jüngsten Sitzung bestätigt, dass der Platz auch 2019 eine Großbaustelle sein werde. Dieser Umgang mit einem kulturellen Schatz wie dem Kaiser-Wilhelm-Museum (KWM) und seinem Vorplatz ist nicht zu verstehen“, erklärte Ingeborg Müllers, die für die CDU-Fraktion Kultur- und Denkmalausschussvorsitzende ist.

Zum Bauhausjahr 2019 würden Gäste aus der ganzen Republik und dem Ausland erwartet. Zudem feiert Krefeld gleichzeitig auch die Erinnerung an 200 Jahre Vagedes, dem „Erfinder“ der vier Wälle. „Dazu ist ein Internationales Design-Symposien angekündigt, das im KWM stattfinden wird. Mit einer großen Baustelle vor der Türe können wir wohl kaum ein positives Bild unserer Stadt vermitteln“, mahnte Müllers. Die Baustelle wird sogar noch größer, wenn die Tiefbauarbeiten für Kanalisation und Versorgungsleitungen beginnen. Dazu kommen dann noch Sicherheitszäune, großes Gerät sowie ausreichende Lager- und Stellflächen für den Baubetrieb.

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Im Planungsausschuss hatte daher die CDU-Fraktion einen Antrag eingebracht, der unter anderem dafür sorgen sollte, dass der Beginn der  Baustelle um ein Jahr nach hinten geschoben wird. So könnten im Jahr 2019 auf dem Joseph-Beuys-Platz Projekte unterschiedlichster Art durchgeführt werden. „Erstaunlich ist, dass die anderen Fraktionen, auf die Ankündigung nur mit Achselzucken reagierten. Wir haben zu Recht viele Millionen in das Museum investiert. Jetzt erleben wir seit der Eröffnung im Jahr 2016 im KWM sehr interessante und gut beachtete Ausstellungen, aber ein unwürdiges Schauspiel bei der Vorplatzgestaltung. Wir haben von Oberbürgermeister Frank Meyer, der mittlerweile auch für die Kultur zuständig ist, eigentlich mehr erwartet. Seit fast zwei Jahren herrscht auf dem Vorplatz Stillstand. Statt einem einladenden Platz standen dort Dixie-Klos, Bagger und Erdhaufen“, kritisierte Müllers.

Aus Sicht der CDU-Fraktion wird dadurch das Thema Museumsgastronomie ebenfalls nicht vorankommen. „Ein wirtschaftlich erfolgreicher Betrieb der Gastronomie im KWM benötigt einen tatkräftigen, qualitativ guten und ideenreichen Pächter oder Pächterin, der nicht nur über eine funktionierende Küche verfügen muss, sondern dem auch Werbemöglichkeiten vor dem KWM eingeräumt werden müssen wie beispielsweise beim Museumscafe Linn. Durch die Baustelle vor dem Museum werden die Besucherzahlen eher nicht steigen, so dass der wirtschaftliche Betrieb einer Gastronomie kaum möglich ist“, mahnt Müllers.