Babyleiche: "Aktenzeichen XY" als letzte Chance für die Kripo

Krefeld : Babyleiche: "Aktenzeichen XY" als letzte Chance für die Kripo

Für die Krefelder Mordkommission um den Leiter Gerhard Hoppmann (55) ist der Auftritt in der Fernsehsendung "Aktenzeichen XY ungelöst" das "ultimative Mittel", um die Mutter des im Südpark gefundenen toten Säuglings doch noch zu finden.

Am 5. März hatte eine Spaziergängerin im Südpark in Krefeld eine Plastiktüte mit dem toten Baby gefunden. Die Obduktion ergab, dass der Säugling nach der Geburt lebte. Das Kind wurde mit einem Knebel aus Feuchttüchern erstickt . Bislang hat alle kriminalistische Arbeit und ein Massengentest keine brauchbare Spur zur Mutter ergeben.

Nun liegen die Hoffnungen der Ermittler auf der bekannten TV-Sendung: Am Mittwoch, 11. Juni, ab 20.15 Uhr im ZDF stellt Moderator Rudi Cerne den Fall aus Krefeld einem breiten Publikum vor. Hoppmann, Leiter des Kommissariats 11, fährt dazu morgens nach München ins Studio, um abends live Rede und Antwort stehen zu können. Ob er tatsächlich vor die Kamera muss, weiß er derzeit noch nicht.

Gerhard Hoppmann ist Leiter der Krefelder Mordkommission. Foto: cityvis

Fest steht, dass der Baby-Fall nicht als Film aufbereitet wird. Hoppmann hofft, dass der Ausstrahlung Erfolg beschieden ist. Seine Statistik spricht für ihn. Er hat in seinen mehr als 25 Dienstjahren in der Mordkommission acht Neonatizide, wie Kindstötungen in der Fachsprache heißen, bearbeitet und alle aufgeklärt.

(RP/sti)
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