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Krefeld: Ausbaugewerbe in Krefeld seit 2015 im Abwärtstrend

Krefeld : Ausbaugewerbe in Krefeld seit 2015 im Abwärtstrend

Umsätze, Beschäftigtenzahl und Zahl der Betriebe in der Seidenstadt sinken seit dem Jahr 2015 stetig.

Die Baubranche und das Ausbaugewerbe profitieren in starkem Maße von der Niedrigzinsphase. Zum einen ist Finanzierung von Eigentum günstig wie nie, und zum anderen investieren immer mehr ihr Geld in so genanntes Betongold. Allenthalben stehen für das gesamte Nordrhein-Westfalen Wachstumsraten zu Buche.

In Krefeld scheinen die Uhren anders zu gehen. Das Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik (IT.NRW) liefert Zahlen und Trends fürs nordrhein-westfälische Ausbaugewerbe. Zum Ausbaugewerbe gehören neben den Bauinstallationsbetrieben (wie Elektro-, Gas-, Wasser-, Heizungs-, Lüftungs-, Klimainstallateure) unter anderem auch Fliesen-, Platten- und Estrichleger, Bautischler, Glaser, Maler und Lackierer.

In Krefeld hat sich die Zahl der Betriebe seit dem Jahr 2015 von 48 über 47 auf 45 in 2017 verringert. Das ist ein Minus von 4,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Den gleichen Trend verzeichnen die Statistiker für die Zahl der Beschäftigten. Die sank in den drei Jahren von 1138 über 1118 auf 1100. In Prozent ist das ein Minus von 1,6 im Vergleich zum Jahr 2016. Die Ausbaubranche in Krefeld macht einen Jahresumsatz vornehmlich durch Bauleistungen und Handel in Höhe von mehr als 130 Millionen Euro im Jahr 2014. Exakt steht ein Betrag von 130.627.000 Euro zu Buche. Im Jahr darauf waren es rund vier Millionen Euro mehr - genau: 134.014.000 Euro. Im Jahr 2016 sank der Betrag im Vergleich zum Vorjahr um 7,5 Prozent auf 123.994.000 Euro.

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Mitte des Jahres 2017 waren in den 4151 Betrieben des nordrhein-westfälischen Ausbaugewerbes (mit mindestens zehn Beschäftigten) insgesamt 105.665 Personen beschäftigt. Wie die amtliche Statistikstelle des Landes mitteilt, stieg die Zahl der Betriebe gegenüber dem Vorjahr um 403 (plus 10,8 Prozent). Die Beschäftigtenzahl erhöhte sich um 7 354 Personen (plus 7,5 Prozent).

Der ausbaugewerbliche Umsatz (Umsatz aus Bauleistungen) lag im Jahr 2016 mit 11,6 Milliarden Euro um 11,2 Prozent über dem Vorjahresniveau. Der Pro-Kopf-Umsatz erhöhte sich 2016 um 3 661 Euro (plus 3,4 Prozent) auf 110.086 Euro je Beschäftigten (2015: 106.425 Euro). Der Gesamtumsatz (einschließlich Handels- und sonstiger Umsätze) des NRW-Ausbaugewerbes war mit 11,9 Milliarden Euro um 10,9 Prozent höher als ein Jahr zuvor (10,7 Milliarden Euro).

Bei der Interpretation der Zahlen ist zu beachten, dass im Rahmen dieser Befragung nur Betriebe von Unternehmen mit zehn oder mehr Beschäftigten berücksichtigt wurden.

(sti)