Astrid-Lindgren-Schule: Tuberkulose-Alarm in Krefeld

Erkrankte hatte Kontakt zu Kindern: Tuberkulose-Alarm in Krefeld

Eine Betreuungskraft des Offenen Ganztags an der Astrid-Lindgren-Schule in Hüls am Standort Bonhoefferstrasse ist an einer offenen Tuberkulose erkrankt und wird seit dem 20. Juni stationär in einem Krefelder Krankenhaus behandelt. Sie hatte Kontakt zu 75 Kindern.

Nach dem aktuellen Kenntnisstand hatte die Erkrankte persönlichen (infektionsrelevanten) Kontakt zu 75 Kindern und verschiedenen Lehrkräften. Über die Schule ist ein Schreiben des Fachbereichs Gesundheit sowie ein Informationsschreiben zur Tuberkulose an die betroffenen Familien verteilt worden. Die Eltern sind gebeten, sich zum einen mit dem Gesundheitsamt in Verbindung zu setzen, zum anderen einen Termin bei ihrem behandelnden Kinderarzt zur Untersuchung und weiteren Diagnostik zu vereinbaren.

Die Tuberkulose (TBC) ist eine durch Bakterien (die sogenannten Mykobakterien) hervorgerufene Erkrankung, welche weltweit verbreitet ist. Der Erstkontakt mit TBC erfolgt häufig in der Kindheit und verläuft meistens symptomlos.

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Klassische Verläufe einer Tuberkulose können mit Abgeschlagenheit, Husten, erhöhte Temperaturen (über 37,5° C axillar gemessen), Nachtschweiß, blutiger Auswurf, aber auch mit Hauterkrankungen (Erythema nodosum) und nasser Rippenfellentzündung einhergehen. Unvollständige Symptomatiken sind durchaus üblich. Daher wird die bewährte ärztliche Grundforderung empfohlen: Bei Vorliegen eines länger bestehenden Hustens – länger als 3 Wochen - ist unbedingt ein Arzt zur Abklärung der Ursache aufzusuchen.

Eine positive Tuberkulintestung ergibt den Hinweis, dass eine Infektion abgelaufen ist. Ein positiver Test kann aber auch nach einer BCG-Impfung (frühere Schutzimpfung ge-gen TBC) auftreten. Die Tuberkulose ist heute in Deutschland fast immer heilbar, vorausgesetzt sie wird frühzeitig erkannt und ausreichend gründlich behandelt.

(rpo)