Archäologische Museum Krefeld bietet ein neues Lehrangebot für Schulen.

Archäologisches Museum Krefeld : Unter Römern: Angebot für Schulen

(RP) Das Archäologische Museum Krefeld bietet ein neues Lehrangebot für Schulklassen an Grund- und weiterführenden Schulen: die interaktive Führung „Römer und Europa“ in Kombination mit der neuen Sonderausstellung „Rom lebt!

Mit dem Handy in die Römerzeit“.

Die gut anderthalbstündige Führung durch die Dauerausstellung deckt die Themenfelder Entwicklung Europas, römische Lebenswelt, Migration und Integration, Mobilität und Handel ab. Die Inhalte eignen sich für den Sachunterricht sowie die Fächer Religion, Geschichte, Politik, Latein und Wirtschaft. Die Führung kann je nach Vorwissen und Jahrgangsstufe an die Bedürfnisse der Klasse, des Lehrplans und Fachlehrers angepasst werden. Die Sonderausstellung „Rom lebt!“ ergänzt den spielerischen Zugang zur Römerzeit.

Die interaktive Führung soll vermitteln, dass die Frage des Zusammenlebens in einer multikulturellen Gesellschaft keineswegs eine Herausforderung des 21. Jahrhunderts ist. Im Archäologischen Museum Krefeld werden die Teilnehmer durch die Dauerausstellung geführt und bekommen in Theorieblöcken die Hintergründe zu den Themenkomplexen erläutert. Anhand von Originalfunden, die auch angefasst werden können, sollen die Schüler herausfinden, was die Stücke über die damalige Zeit aussagen.

In der Sonderausstellung „Rom lebt!“ kann man durch großformatige Bilder mit 3D-Effekt in römische Alltagsszenen eintauchen. Doch allen ist etwas gemeinsam. Sie sind unvollständig. Das, was fehlt, ist der Besucher: Vor herabfallenden Ziegeln fliehen, Wein einschenken, einen Tiger bändigen oder mit Legionären marschieren. Ein Besuch beim Zahnarzt oder auch des öffentlichen Stillen Örtchens zeigen, dass vieles, was im heutigen Leben notwendig ist, auch damals schon zu den wichtigen Alltagsgegenständen gehörte. Und sei es das Xyluspongium – die Toilettenbürste.

Passend zu den Bildern und ihren Geschichten schlagen Fundstücke eine Brücke in die Vergangenheit. Fotografieren ist in der Ausstellung ausdrücklich erwünscht. Der Besucher posiert mit dem Dargestellten, und ein Foto der Szene macht die Illusion der Zeitreise perfekt.

Im Archäologischen Museum Krefeld sind Funde aus dem Kastell Gelduba ausgestellt. Das Kastell in Krefeld soll in den Jahren 2021/22 mit anderen römischen Fundstellen am Niedergermanischen Limes als Welterbe eingetragen werden. Der Niedergermanische Limes-Abschnitt bestand von 15 vor Christus bis etwa 450 nach Christus. In den Jahren 70/71 bauten die Römer bei Gelduba ihr erstes festes Kastell. An dem Militärstandort hielten sie bis zum Ende des Römischen Reiches am Rhein im fünften Jahrhundert fest. Unter den in NRW vorhandenen Römerstätten nimmt das Lager von Krefeld-Gellep wegen der Kontinuität eine Schlüsselposition ein.

Die maximale Teilnehmerzahl beträgt 30 Personen. Die Kosten betragen 90 Euro plus Eintritt (1,50 Euro pro Schüler, drei Euro pro Erwachsenen). Das Paket „Führung und Sonderausstellung“ kann ab Dienstag, 20. November, gebucht werden. Eine Anmeldung ist unter Telefon 02151 155390 möglich.

(RP)
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