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Arbeitslosenquote in der Stadt Krefeld ist auf 11,4 Prozent deutlich gestiegen

Arbeitsmarkt in Krefeld : Arbeitslosenquote in der Stadt ist auf 11,4 Prozent deutlich gestiegen

Der Arbeitsmarkt in der Stadt Krefeld und im gesamten Bezirk der Agentur für Arbeit (inklusive Kreis Viersen) leidet weiter unter den Folgen der Corona-Pandemie. Das lässt sich an den aktuellen Zahlen für Mai ablesen

. Die Zahl der arbeitslos gemeldeten Krefelder ist weiter um 1597 auf 13.998 Personen gestiegen. Die zuvor schon hohe Arbeitslosenquote von 10,9 Prozent legt um weitere 0,5 Prozentpunkte auf nunmehr 11,4 Prozent zu. Im Vorjahr lag sie im Mai noch bei 10,2 Prozent. In der Jugendarbeitslosigkeit verläuft die Entwicklung ähnlich negativ. 1899 Männer und Frauen im Alter von bis zu 25 Jahren suchen einen Arbeitsplatz – das sind gut 300 mehr als in den Vorjahren.

„Mit den Mai-Daten werden weiter die Auswirkungen der Coronakrise auf dem Arbeitsmarkt deutlich. Gegenüber dem Vormonat gibt es jedoch auch leicht positive Tendenzen: Die Dynamik des Anstiegs hat sich gegenüber April etwas verlangsamt und die Zahl der Arbeitslosen hat in Krefeld und im Kreis Viersen bislang nicht das hohe Niveau der Finanzkrise erreicht“, äußert sich Bettina Rademacher-Bensing, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Krefeld, über die aktuellen Arbeitsmarktdaten.

„Die Unternehmen im Agenturbezirk nutzen das Instrument der Kurzarbeit, um in der Corona-Krise ihre Mitarbeiter zu binden. Betriebe haben nach der Anzeige drei Monate Zeit, um ihre Abrechnungen einzureichen. Erst dann lässt sich erkennen, wie viel Kurzarbeit tatsächlich realisiert wurde. Es ist eine gute Botschaft, dass viele Unternehmen in der Region dieses Angebot nutzen und damit verhindern, dass Menschen arbeitslos werden. Das dadurch gehaltene Personal kann dann das Wiederhochfahren aktiv betreiben“, so Rademacher-Bensing weiter. Seit März wurden 5049 Anzeigen auf Kurzarbeit im Agenturbezirk gestellt, davon waren 68.793 Personen betroffen. In der Stadt Krefeld waren es seit März 2216 Anzeigen und 30.998 Personen. Auch die Stellenseite zeigt sich insgesamt stark beeinträchtigt. „Insgesamt wurden etwa 40 Prozent weniger Stellen im Mai gemeldet als sonst üblich. Das zeigt die Auswirkungen der Krise auf fast alle Branchen“, so Rademacher-Bensing.

Seit Beginn des Berichtsjahres sind auf dem Ausbildungsmarkt  3013 junge Menschen als Bewerber um einen betrieblichen Ausbildungsplatz in der Berufsberatung gemeldet, denen bisher 2988 angebotene Ausbildungsstellen zur Verfügung stehen. „Aufgrund der Corona-Pandemie hat sich der Endspurt auf dem Ausbildungsmarkt verschoben. Jetzt ist der Einsatz aller gefordert, um dem nächsten Ausbildungsjahrgang eine Perspektive zu geben. Die Coronakrise verändert nichts am wachsenden Fachkräftebedarf und an der damit verbundenen Notwendigkeit, für die Zukunft zusätzliche Fachkräfte auszubilden“, erläutert Rademacher-Bensing.