Krefelder Stiftung Annette Schavan ist Vorsitzende der Adalbert-Stiftung

Krefeld · Die ehemalige Bundesministerin tritt die Nachfolge des verstorbenen, langjährigen Vorstandsvorsitzenden Hans Süssmuth an. Sie will „Brücken in die Generation der nach der Wiedervereinigung Europas geborenen jungen Europäer bauen“.

 Annette Schavan tritt die Nachfolge von Hans Süssmuth an.

Annette Schavan tritt die Nachfolge von Hans Süssmuth an.

Foto: Adalbert Stiftung

(ped) Die frühere Bundesministerin Annette Schavan ist neue Vorstandsvorsitzende der Krefelder Adalbert-Stiftung. Sie wurde jetzt zur Nachfolgerin des verstorbenen, langjährigen Vorstandsvorsitzenden Professor Hans Süssmuth gewählt. „Für Hans Süssmuth war die Adalbert-Stiftung ein Herzensanliegen. Er hat im Dialog mit den Visegrád-Staaten wichtige Impulse gesetzt und die Arbeit der Stiftung seit den Anfängen massgeblich geprägt“, erklärte Schavan.

Die 65-Jährige ist Rheinländerin, aufgewachsen in Neuss. Sie war Ministerin für Kultus, Jugend und Sport in Baden-Württemberg (1995-2005) sowie Bundesministerin für Bildung und Forschung (2005-2013). Der Ausbau internationaler Forschungsbeziehungen, die strukturelle Weiterentwicklung des Wissenschaftssystems, der Ausbau der Bildungsforschung und die Anerkennung von im Ausland erworbenen Berufsabschlüssen waren ihr besonders wichtig. Von 2014 bis 2018 war sie Botschafterin Deutschlands beim Heiligen Stuhl (2014-2018). Sie lebt heute in Ulm.

Als Honorar- und Gastprofessorin  lehrte sie an zahlreichen internationalen Universitäten. Die Pflege des Europa-Gedankens im Geist der christlich geprägten europäischen Kultur ist ihr als Vorsitzende des Kuratoriums der Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft in Berlin sowie der Europäischen Stiftung für den Aachener Dom ein wichtiges Anliegen. „In den kommenden Jahren wollen wir den Dialog mit den Visegrád-Staaten als einen wichtigen europäischen Dialog mit Partnern in Wissenschaft, Wirtschaft und Kultur führen und Brücken in die Generation der nach der Wiedervereinigung Europas geborenen jungen Europäerinnen und Europäer bauen“, sagt sie nach ihrer Wahl.

Die Adalbert-Stiftung wurde im Jahr 1989 unter dem Eindruck der friedlichen Revolutionen in Ostmitteleuropa gegründet.  Sie will einen Beitrag zum geistig-kulturellen Zusammenwachsen ganz Europas leisten mit internationalen Foren. Der mit 10.000 Euro dotierte Adalbert-Preis geht an Menschen, die sich in diesem Sinne verdient gemacht haben.

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