Krefeld: Alle drei Minuten stirbt weltweit ein Kind an Krebs

Krefeld: Alle drei Minuten stirbt weltweit ein Kind an Krebs

Die Heilungschancen für an Krebs erkrankte Kinder in Deutschland haben sich deutlich verbessert, aber es gibt weiter Regionen auf der Welt, in denen deutlich mehr Kinder an der Krankheit sterben - auf diese Ungerechtigkeit in der medizinischen Versorgung möchte der "Förderverein zugunsten krebskranker Kinder Krefeld" aufmerksam machen. Anlass ist der "Internationale Kinderkrebstag", den Childhood Cancer International (CCI) für den morgigen Donnerstag ausgerufen hat.

"Während in hoch entwickelten Ländern wie Deutschland mittlerweile mehr als drei Viertel der an Krebs erkrankten Kinder wieder gesund werden, haben in den Entwicklungsländern deutlich weniger Kinder die Chance, die schwere Krankheit zu überleben", sagt Sigrid Völpel, zweite Vorsitzende des Fördervereins. Oft fehle es nicht nur an den notwendigen Medikamenten, sondern aufgrund der schlechten Gesundheitssysteme auch an einer fachgerechten zügigen Behandlung und Versorgung, betont CCI, die Internationale Vereinigung der Kinderkrebs-Elternorganisationen. Die Folge: Alle drei Minuten stirbt weltweit ein Kind an Krebs

Jedes an Krebs erkrankte Kind sollte nach Aussage von CCI überall auf der Welt Zugang zu einer qualitativ hochwertigen Behandlung haben. Dies müsse von den jeweiligen Länderregierungen sichergestellt werden. Aber auch bei optimaler medizinischer Versorgung sei es wichtig, die Krebserkrankung in einem möglichst frühen Stadium zu diagnostizieren. "Wichtig ist es, Kinder zu beobachten, um erste Anzeichen der Krankheit zu erkennen", so Völpel, langjährige Oberärztin auf der Kinder-Onkologiestation des Helios Klinikums Krefeld.

(RP)