1. NRW
  2. Städte
  3. Krefeld

Krefeld: AKB: Bürgervereine entlasten Vorstand nicht

Krefeld : AKB: Bürgervereine entlasten Vorstand nicht

Beim Treffen der Arbeitsgemeinschaft Krefelder Bürgervereine (AKB) hat es am Mittwochabend kräftig gekracht. Im voll besetzten Parkhaus Oppum rechnete die Vorsitzende Brigitte Reich mit Vorständen der 32 Bürgervereine ab, die Mitglied im AKB sind. Reich kritisierte ein Geheimtreffen in einer Privatwohnung in Forstwald, bei dem der Versuch unternommen worden sei, sie abzuservieren.

Ärger gab es auch beim Kassenbericht: Die vorjährige Kassenprüferin Gabi Leygraf stellte Unklarheiten fest. Der Bericht enthalte Positionen, die nicht für eine sparsame Haushaltsführung sprächen. Die Kassenprüfer redeten von Belegen, deren unterer Teil abgeschnitten worden sei. Bei den Prüfungen hätten sie so gehandelt, wie es der stellvertretende Vorsitzende Alfred Winkes gewollt habe. Darauf folgten tumultartige Szenen, bei denen zahlreiche Vertreter angewidert den Saal verließen. Franz-Josef von der Hocht regte an, die Jahreshauptversammlung abzubrechen und zu einem späteren Termin weiterzuführen, nachdem von neuen Kassenprüfern die Kasse erneut geprüft worden sei. So lange müsse eine Entlastung des Vorstandes ausgesetzt werden. Diesem Antrag stimmte die Mehrheit der Stimmberechtigten zu.

Reich merkte vorher schon an, dass sie sich auch persönlich attackiert fühle: Durch die Einbeziehung der Öffentlichkeit sei die Atmosphäre vergiftet und der Einfluss der AKB geschwächt worden. Außerdem merkte Reich an, dass Kritik an ihrem Führungsstil nie in die Vorsitzendenrunde eingebracht worden sei. In ihrem Tätigkeitsbericht streifte die Vorsitzende auch den Rücktritt des Geschäftsführers Alfred Scheemann wenige Wochen vor der Jahreshauptversammlung. Inzwischen hat Dr. Wilhelm Kolder bis zur Neuwahl die Geschäftsführung übernommen.

(RP)