Krefeld: Afrikanische Halsbandsittiche in Linn gesichtet

Krefeld: Afrikanische Halsbandsittiche in Linn gesichtet

Mindestens sieben afrikanische Halsbandsittiche leben in Krefeld-Linn in der Nähe des Greiffenhorstparks. Seit mehreren Jahrzehnten vergrößert sich der Lebensraum der aus Afrika und Asien stammenden Vögel entlang des Rheins.

Da die Sittiche frostsicher sind, machen ihnen die niedrigen Temperaturen am Niederrhein nichts aus. Neben Linn haben sich die afrikanischen Halsbandsittiche auch im Bockumer Schönwasserpark angesiedelt.

Der Halsbandsittich kommt heute in vielen deutschen Städten in zum Teil beachtlichen Mengen vor. Es handelt sich um eine Zufallseinbürgerung, das heißt, es sind ursprünglich aus der Gefangenschaft entkommene Tiere. Die ersten dieser Vögel sind wahrscheinlich in den 1960er-Jahren entflogen. Schwerpunkte der Verbreitung liegen derzeit am Rhein zwischen Worms und Düsseldorf.

Die ersten Halsbandsittiche wurden in Köln schon in den 1960er-Jahren gesichtet. Aber auch in Hamburg, Kiel, Berlin und Vorpommern gibt es Brutpopulationen vom Halsbandsittich. Die genaue Abschätzung der Bestandsgröße ist auf Grund der ungenügenden Datenlage noch nicht möglich.

Ob Wanderungen zwischen den Gruppen stattfinden und ob aus diesen Gruppen neue Städte kolonisiert werden, ist nicht bekannt. Auch wenn die Halsbandsittiche Winterfütterungen nutzen, scheinen sie als Knospenfresser nicht darauf angewiesen zu sein.

Der Halsbandsittich tritt in Konkurrenz zu einigen einheimischen Vogelarten bei der Nutzung von Nisthöhlen. Allerdings ist er den anderen Arten nicht generell überlegen. In Indien, Irak und Ägypten wird der Halsbandsittich als Ernteschädling betrachtet.

(dur)