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Krefeld: Aegir-Insolvenz stört Nationalteam

Krefeld : Aegir-Insolvenz stört Nationalteam

Die Insolvenz der Schwimmsportfreunde Aegir Uerdingen hat nun sogar Konsequenzen für die deutsche Wasserball-Nationalmannschaft – zumindest für die der Juniorinnen unter 20 Jahren.

Die Insolvenz der Schwimmsportfreunde Aegir Uerdingen hat nun sogar Konsequenzen für die deutsche Wasserball-Nationalmannschaft — zumindest für die der Juniorinnen unter 20 Jahren.

Das Team wollte am Mittwoch mit einem Lehrgang zur Vorbereitung auf die im kommenden Monat anstehende Juniorinnen-Weltmeisterschaft, die vom 11. bis 17. September im italienischen Triest ausgetragen werden, beginnen. Da das Aegir-Bad am Waldsee nicht zur Verfügung steht, saß das Nationalteam buchstäblich auf dem Trockenen. Der ebenfalls an dem Lehrgang beteiligte Nachbar SV Bayer 08 Uerdingen sprang kurzfristig ein, so dass die Trainingseinheiten mit Verzögerung dann doch noch starten konnten.

Seit gut zwei Monaten finden nahezu an jedem Wochenende Lehrgänge der drei Frauen-Nationalmannschaften auf den benachbarten Anlagen der beiden Krefelder Klubs statt. Die beiden Sportstätten am Uerdinger Waldsee mussten dabei auch als Ersatz für das den Sommer über geschlossene Bundeswehr-Schwimmbad in Warendorf herhalten, das schon seit Jahren von den Frauen-Nationalmannschaften genutzt wird.

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Aegirs Vorstand schweigt

Nachbar SV Bayer 08 Uerdingen hat am Mittwoch nun kurzfristig weitere Wasserzeiten auf seiner Vereinsanlage freigeschaufelt, die für die Trainingseinheiten des Nationalteams zur Verfügung gestellt werden. "Ich renne hier bei Bayer rum statt zu packen", gab es damit auch noch einmal reichlich Stress für Teammanagerin Edith Seyfert (Krefeld), die heute mit der U17-Auswahl des Deutschen Schwimm-Verbands zu der am Sonntag startenden Junioren-Europameisterschaft dieser Altersgruppe nach Madrid (Spanien) aufbrechen will und in Personalunion bei für den Frauenwasserball beim deutschen Vizemeister SV Bayer 08 zuständig ist.

Der Aegir-Vorstand um seinen Vorsitzenden Wolfgang Mohr hüllt sich dagegen weiter in Schweigen. Mohr hat zwar gegenüber unserer Zeitung den Antrag auf Insolvenz bestätigt, weitere Angaben aber hat er noch nicht gemacht. "Wir geben eine Presseerklärung heraus, wenn wir mit dem Insolvenzverwalter gesprochen haben", war seine einzige Aussage dazu. Auf der Internetseite des Vereins ist ein Dokument eingestellt, das jedoch für die Allgemeinheit verschlüsselt ist, sondern lediglich Mitglieder einsehen können. Unserer Zeitung wurde die Einsicht in jenes Dokument verwehrt.

(RP)