Krefeld: Adolphs gewinnt Küchenschlacht

Krefeld : Adolphs gewinnt Küchenschlacht

Aus dem Finale des ZDF-Kochwettbewerbs ist gestern Heinz Günther Adolphs als Sieger hervorgegangen. "Da ist mehr Geschmack dabei" entschied sich Jurorin Cornelia Poletto für seine Zubereitung eines Kaninchenrückens.

Konzentriert sitzen Heinz Günther Adolphs, seine Lebensgefährtin Helga Brockmann und ein Dutzend geladener Freunde und Bekannter gestern Nachmittag vor dem Fernsehgerät. Cornelia Poletto ist die Jurorin beim Finale des ZDF-Kochwettbewerbs "Die Küchenschlacht", zu dem der Krefelder gegen seine Konkurrentin Annette Lang angetreten ist. Poletto probiert, lobt die Ergebnisse beider Bewerber, wägt ab, hat zuletzt die roten Teller der Hobbyköchin vor sich und sagt: "Drüben ist mehr Geschmack dabei. Mein Gewinner ist Grün." Heinz Günther Adolphs ist Wochensieger!

Die Freunde applaudieren anerkennend, nicht jubelnd, und machen damit deutlich, wie hoch sie Adolphs Kochkunst einschätzen: "Also, eine Überraschung war es nicht", formuliert eine Freundin und gratuliert ihm — wie alle anderen — mit herzlichem Handschlag. Immerhin hat der Hobbykoch, wie soeben im Fernsehn verfolgt, in nur 35 Minuten gebratene Pfifferlingsröllchen mit Kopfsalat und Joghurt-Zitronendressing sowie Thymian-Kaninchenrücken mit Kartoffel-Zucchini-Gröstl zubereitet, gekrönt mit dem höchsten Lob einer Sterneköchin.

"70 Prozent sind Können, 30 Prozent sind Glück", lächelt der Sieger und stößt mit den Gästen mit einem Gläschen Cremant an. Dazu hat der Hobbykoch Finger Food zubereitet: gebratenen Kalbsrücken mit Pfirsich-Chutney, gefüllte Gemüsecrèpes mit Frischkäse, hausgebeizten Lachs auf Kräutergelee und Mousse vom Seeteufel auf Staudensellerie sowie Limoncello-Pannacotta.

Natürlich drehen sich die Gespräche weiterhin um den Wettbewerb. Die Frage, wie er sich denn selbst im Studio wahrgenommen habe, beantwortet HG, wie er auch in der Sendung von Sternekoch und Moderator Alexander Herrmann genannt wird, so: "Mir ist aufgefallen, dass ich große Nervosität gezeigt habe. Ich habe ja noch nie vor einer Kamera gestanden.

Andererseits muss ich zugeben, dass ich die Kameras nachher beim konzentrierten Kochen gar nicht mehr wahrgenommen habe." Als größten Spaß während der Aufzeichnungen zur Sendung bezeichnete er seine Dialoge mit den Köchen. Die führten dazu, dass Herrmann ihn wegen seines behutsamen Umgangs mit den Produkten als "Sir Heinz Günther" betitelte. Dazu passt auch Adolphs' Satz, den der Moderator zitierte: "Wenn ich an meinem Essen nichts mehr zu kritisieren habe, höre ich auf zu kochen".

500 Euro Honorar haben Heinz Günther Adolphs und seine insgesamt fünf Konkurrenten bekommen; darüber hinaus erstattet der Sender für alle Kandidaten die angefallenen Kosten. Der Sieg hat dem Krefelder neben viel Ehre eine Schürze mit Küchenschlacht-Logo und dem aufgedruckten Wort "Gewinner" sowie eine Einladung als Ehrengast zu der Sendung "Lafer — Lichter — Lecker" eingebracht.

Heinz Günther Adolphs hat bei dem Kochabenteuer in dem Hamburger Studio allerdings auch etwas verloren: zweieinhalb Kilo Gewicht.

(RP)
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