1. NRW
  2. Städte
  3. Krefeld

843 Männer und Frauen aus Krefeld sind schwerst pflegebedürftig

Bericht des Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik : 843 Männer und Frauen aus Krefeld sind schwerst pflegebedürftig

Pflegeversicherung zahlt rund 100 Millionen Euro im Jahr für gut 15.000 Krefelder, die vom Medizinischen Dienst der Krankenkassen einen Pflegegrad erhalten haben.

Gut 15.000 Menschen in Krefeld sind offiziell pflegebedürftig. Der Medizinische Dienst der Krankenkassen hat ihnen einen der fünf möglichen Pflegegrade zuerkannt. Ab Pflegegrad 2 erhalten die Betroffenen Leistungen aus der Pflegeversicherung. 843 Männer und Frauen sind in Krefeld schwerst pflegedürftig (Pflegegrad 5). Davon befinden sich 384 in einer Einrichtung zur vollstationären Pflege. Dazu zahlt die Pflegekasse 2005 Euro monatlich, 159 werden ambulant betreut (Leistung 901 Euro monatlich), und 300 werden in den eigenen vier Wänden zumeist von Angehörigen gepflegt. Insgesamt sind das 843 Betroffene, die den höchsten Pflegegrad 5 haben. 837 Menschen haben in der Seidenstadt den Pflegegrad 1, 6813 den Pflegegrad 2, 4563 den Pflegegrad 3 und 2022 den Pflegegrad 4. Das teilte das Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik (IT.NRW) am Mittwoch mit.

Von den genau 15.075 Pflegebedürftigen befinden sich 3363 in ambulanter, 2190 in stationärer und 8910 in häuslicher Pflege. Dafür zahlt die Pflegekasse in Krefeld rund 8,6 Millionen Euro monatlich. Der Anteil der stationären Pflege beträgt davon etwa 3,3 Millionen Euro.

Im Dezember 2019 galten in Nordrhein-Westfalen 965.000 Menschen im Sinne des Pflegeversicherungsgesetzes (elftes Buch Sozialgesetzbuch) als pflegebedürftig. Wie das statistische Landesamt anhand jetzt vorliegender Ergebnisse der Pflegestatistik mitteilt, waren das 25,5 Prozent mehr als zwei Jahre zuvor (damals: 769.100). Zum Teil (24,8 Prozent) beruht dieser Anstieg auf der erstmaligen Erfassung von 48 571 Pflegebedürftigen mit Pflegegrad 1, die zum Stichtag keine Leistungen der Pflegeeinrichtungen beziehungsweise ausschließlich landesrechtliche Leistungen erhielten. 62,8 Prozent aller Leistungsempfänger waren Frauen. Der Anteil der NRW-Einwohner, die Anspruch auf Pflegeleistungen hatten, war Ende 2019 mit 5,4 Prozent höher als zwei Jahre zuvor (2017: 4,3 Prozent).

795.700 Pflegebedürftige wurden 2019 zu Hause versorgt; das waren 32,8 Prozent mehr als 2017. 521.600 Pflegebedürftige (plus 25,0 Prozent) erhielten ausschließlich Pflegegeld und 225.500 Personen (plus 23,9 Prozent) wurden durch ambulante Dienste zu Hause betreut. 28.500 Personen (plus 30,0 Prozent) bezogen neben Pflegegeld oder ambulanten auch teilstationäre Leistungen. In Pflegeheimen waren mehr als 169.100 Personen (minus 0,3 Prozent) in vollstationärer Dauer- oder Kurzzeitpflege untergebracht.

44,6 Prozent aller Pflegebedürftigen waren in Pflegegrad 2 und 28,9 Prozent in Pflegegrad 3 eingestuft. 13,5 Prozent waren dem Pflegegrad 4, 7,0 Prozent dem Pflegegrad 1 und 6,0 Prozent dem Pflegegrad 5 zugeordnet.