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Stellenabbau bei Outokumpu und Voith: 400 Mitarbeiter demonstrieren in Krefeld

Stellenabbau bei Outokumpu und Voith : 400 Mitarbeiter demonstrieren in Krefeld

Vor dem Rathaus haben am Freitagnachmittag rund 400 Mitarbeiter von Outokumpu und Voith Paper demonstriert. Die Beschäftigten protestierten gegen die geplanten Stellenstreichungen. Oberbürgermeister Kathstede sprach den Mitarbeitern Mut zu.

In seiner Rede vor rund 400 anwesenden Mitarbeitern appellierte Oberbürgermeister Gregor Kathstede an den Zusammenhalt der Beschäftigten und versprach Hilfestellung leisten zu wollen. Das Stadtoberhaupt wolle für den Erhalt der Arbeitsplätze kämpfen.

Anfang Oktober war bekannt geworden, dass der finnische Konzern Nirosta-Outokumpu drastische Sparmaßnahmen am Standort Krefeld durchsetzen will. Der Standort Bochum soll gar komplett geschlossen werden. Die Demonstranten hielten Plakate hoch, auf denen "Mit UNS nicht" und "Tod auf Raten" geschrieben stand.

Durch die gekürzten Investitionen des finnischen Konzerns werden wohl 350 Arbeitsplätze wegfallen - der Betriebsrat rechnet sogar mit 650 Stellenstreichungen. Anfang Oktober hatte der Betriebsrat eine Fülle von Protestaktionen gegen den geplanten Stellenabbau angekündigt. Die gesamte Mobilisierungsstruktur der IG Metall stehe bereit, diesen Tarifvertrag zu verteidigen, ließ die Gewerkschaft damals wissen.

Bei Voith Paper sollen nach dem Willen der Konzernleitung aus Heidenheim 213 von 421 Stellen abgebaut werden. Mit einer Mahnwache hatten die Voith-Mitarbeiter vergangene Woche auf die Misstsände aufmerksam gemacht.

Hintergrund ihrer Aktionen ist der geplante Stellenabbau und die drohende Schließung von Fertigung und Produktion am Krefelder Standort.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Krefeld: Outokumpu- und Voith Paper-Mitarbeiter demonstrieren 2013

(nbe)