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Krefeld: 200.000 Euro weniger für Betriebsausflüge

Krefeld : 200.000 Euro weniger für Betriebsausflüge

Oberbürgermeister Gregor Kathstede hat angeordnet, dass Mitarbeiter für ganztägige Betriebsausflüge künftig einen halben Tag freinehmen. So soll die Hälfte der bisher entstandenen Kosten in Höhe von 402.500 Euro eingespart werden.

Die Stadtverwaltung will intern bei den Betriebsausflügen sparen. Bisher bekam jeder städtische Mitarbeiter dafür einen kompletten Tag frei — der Verwaltung entstanden dadurch Kosten in Höhe von 402.500 Euro.

Wie die Politik jetzt im Verwaltungsausschuss erfuhr, hat Oberbürgermeister Gregor Kathstede eine neue Anweisung für Betriebsausflüge gegeben: Demnach müssen die 3500 Mitarbeiter in der Stadtverwaltung einen halben Tag Urlaub nehmen, wenn sie ganztägig einen Betriebsausflug unternehmen wollen. Diesem Spar-Vorschlag hat der Verwaltungsvorstand zugestimmt.

Die Entscheidung entstand offenbar unter dem Druck der FDP: Die hatte die Verwaltung gebeten, die jährlichen Kosten für die Betriebsausflüge der Stadt zu berechnen. Ergebnis: Die Hälfte der 3500 städtischen Mitarbeiter, also 1750, nimmt an den jährlichen Betriebsausflügen teil.

Durchschnittlich kostet ein Mitarbeiter laut Stadtverwaltung 230 Euro pro Tag. Demzufolge entstanden bisher Kosten in Höhe von 402 500 Euro — durch die neue Anweisung von Kathstede wird die Hälfte der Kosten eingespart. Deshalb entstehen der Stadtverwaltung 2013 durch die Freistellung für Betriebsausflüge nur noch Kosten in Höhe von 201 250 Euro.

Weitere Kosten für Verpflegung und Reise tragen die Mitarbeiter selbst, betonte das Presseamt gestern. Die Mitarbeiter der Stadtverwaltung Krefeld organisieren die Betriebsausflüge eigenständig — beliebte Ziele sind etwa Xanten oder Köln. "Bei der Terminplanung wird darauf Wert gelegt, dass möglichst wenig Beeinträchtigungen für die Bürger entstehen", sagte das Presseamt.

Die Krefelder Grünen bezeichneten den Vorschlag des Verwaltungsvorstands als "Kompromisslösung" und ein Entgegenkommen an die FDP. Der Gesamtpersonalrat der Stadtverwaltung hatte den Vorstoß der FDP bereits scharf kritisiert. Auch SPD-Ratsherr Hans Butzen, Vorsitzender des Verwaltungsausschusses, bezeichnete den Heitmann-Vorschlag als "populistisch".

(RP/jco)