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17-jähriger Rollerfahrer liefert sich Verfolgungsjagd mit Polizei in Krefeld

Jugendlicher aus Krefeld : 17-jähriger Rollerfahrer liefert sich Verfolgungsjagd mit Polizei

Am Montag ist der Polizei ein Rollerfahrer aufgefallen. Als die Beamten ihn überprüfen wollten, beschleunigte er und und fuhr davon. Nach einer abenteuerlichen Verfolgungsjagd nahm die Polizei den Jugendlichen fest.

Weil sein Kleinkraftrad besonders laute Geräusche machte, endete die Ausfahrt eines 17-jährigen Krefelders in der Justizvollzugsanstalt Heinsberg. Nach einer abenteuerlichen Verfolgungsjagd durch die Stadt nahm die Polizei den Jugendlichen am Montag fest. Er hatte keinen Führerschein und wurde mit Haftbefehl gesucht. Ihn erwartet nun zusätzlich zu seiner Inhaftierung eine weitere Strafanzeige. Die Kripo ermittele unter anderem noch, ob der Roller oder nur das Kennzeichen gestohlen sei, berichtete Polizeisprecherin Karin Kretzer am Dienstag auf Anfrage unserer Redaktion.

Am Montag gegen 18.40 Uhr war der Rollerfahrer einer Streifenwagenbesatzung aufgefallen. Als die Beamten ihn anhalten und überprüfen wollten, beschleunigte er und fuhr über die Bahnstraße in Richtung Oppumer Straße. An einer roten Ampel hielt er zunächst an, fuhr dann aber zwischen zwei Autos bis zur Einmündung und dann über die Kreuzung, wobei es beinahe zu einem Zusammenstoß mit einem der Autos gekommen wäre. Hinter der Ampel wechselte er auf einen Gehweg. Dabei wendete er seinen Blick immer wieder zum nachfolgenden Streifenwagen. Der junge Fahrer ignorierte nicht nur deren Anhalte-Signal, er reagierte ebenso wenig auf Martinshorn und Blaulicht, das die Beamten eingeschaltet hatten. An der Einmündung „Am Ostbahnhof“ kam es beinahe zu einem Unfall mit einem Auto. Im Bereich Oppumer Straße/Dießemer Bruch wechselte er vom Gehweg wieder auf die Straße und fuhr mit gleichbleibender Geschwindigkeit in die Kreuzung ein, obwohl die Ampel Rotlicht zeigte.

Der Flüchtige fuhr anschließend auf das Gelände des Großmarktes. Dort sprangen einzelne Passanten zur Seite, um einem Zusammenstoß zu entgehen, so dass niemand konkret gefährdet wurde. Ohne auf den fließenden Verkehr zu achten, fuhr er vom Gelände des Großmarktes auf die Oppumer Straße und setzte seine Fahrt über die Kuhleshütte fort. Nachdem er in den Gegenverkehr geraten war, fuhr er schließlich auf eine Wiese am Schönwasserpark und kam dabei zu Fall. Offensichtlich unverletzt, flüchtete er zu Fuß.

Polizeibeamte und Anwohner sichteten ihn immer wieder im Bereich Johansenaue, Glockenspitz und Buddestraße, auch, als er über die dortigen Garagendächer lief. Beamte konnten ihn im Garten eines Hauses an der Buddestraße festnehmen.