15.000 Besucher trotz Kempener Stadtfest beim Bottermaat

Krefeld-Hüls : 15.000 Besucher trotz Kempener Stadtfest

Wie beliebt der Hülser Bottermaat ist, zeigt, dass er auch neben „Krefeld pur“ und neben dem großen Kempener Stadtfest zahlreiche Besucher lockte. Nicht selbstverständlich: Hüls gehörte schließlich für fünf Jahre zu Kempen.

Ein geschäftiges Treiben füllte am Sonntag, 15. September, die Hülser Altstadt. An den rund 100 Ständen des Bottermaats konnten die Besucher die Fertigkeiten und Waren des ortansässigen Handwerks und Gewerbes sehen und kaufen. Begleitet wurde das traditionelle Stadtteilfest in seiner 43. Auflage durch zahlreiche Livemusik-Darbietungen. Auffälligste und größte Neuheit des Marktes war die erstmalig eingerichtete Automeile auf der Tönisberger Straße.

Kathrin Fuldner und Frank Minhorst freuen sich. Die Organisatoren des Bottermaates konnten viele Hülser, aber auch Besucher von außerhalb im schönen historischen Dorfkern von Hüls begrüßen. „Wir rechnen über den Tag verteilt mit etwa 15.000 Besuchern. Auch am Vorabend zum Bottermaat, an dem wir ein Livekonzert veranstaltet haben, war der Hülser Markt gut gefüllt“, sagte Frank Minhorst.

Auch dieser lustige Geselle aus moderner Gute-Laune-Schmiedekunst war auf dem Markt vertreten. Foto: Fabian Kamp

Dabei hatte der Bottermaat es dieses Jahr etwas schwieriger gehabt, die Besucher nach Hüls zu locken. So feierte die nahegelegene Stadt Kempen Samstag und Sonntag ihr 725-jähriges Bestehen, und in der Innenstadt lud der Einzelhandel zu „Krefeld pur“ ein. Wie eng die Verbindungen zwischen Kempen und Hüls sind, zeigt ein historisches Detail: Hüls wurde 1970 im Zuge der kommunalen Neugliederung Kempen zugeschlagen und kam erst 1975 bei einer weiteren Gebietsreform nach Krefeld.

Trotz der Konkurrenz aus Kempen zogen die rund 100 Stände des Handwerker- und Heimatmarktes, von denen 15 zum ersten Mal dabei waren, Tausende Besucher nach Hüls. „Der Bottermaat ist ein Erfolgskonzept, das seit mehreren Jahrzehnten ein fester Bestandteil im Terminkalender vieler Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt ist“, sagte Krefelds Oberbürgermeister Frank Meyer bei der offiziellen Eröffnung des Heimatmarktes.

Der Erfolg des Konzepts speist sich vor allem aus der starken Lokalverbundenheit des Festes. Neben dem ortsansässigen Einzelhandel präsentierten sich auch Hülser Vereine und Verbände. So konnten die Besucher die Projekte und politischen Standpunkte der Bürgerinitiative Lebenswertes Hüls e.V., die erstmalig mit einem Stand beim Heimatmarkt vertreten war, während eines persönlichen Gespräches mit den Mitgliedern kennenlernen.

Augenfälligste Neuheit des Heimat- und Lokalmarktes war die neue Automeile auf der Tönisberger Straße. Dort präsentierten die Autohäuser Toelke & Fischer, Citroen-Houbertz und Ford-Hoebertz ihre neusten Modelle. Neben den neuen Straßenflitzern konnten die Besucher der Meile auch mehrere Oldtimer verschiedener Automarken und Baujahre sehen.

Die Hülser Landfrauen landeten mit ihrer selbstgeschlagenen Butter einen Verkaufsknaller auf dem Markt. Foto: Jamie Duponchel

Die Hülser Landfrauen zeigten an mehreren alten Holzgerätschaften, wie Butter und Buttermilch ohne moderne Hochtechnologie hergestellt wurde. Diese fanden nach der Herstellung regen Absatz unter den Besuchern des Stadtteilfestes. „Solange wir noch ausreichend Gerätschaften haben, um die traditionelle Herstellung von Butter zeigen zu können, werden wir hier am Bottermaat unser Handwerk präsentieren“, sagte die Landfrau Birgit Huberg. Die Mutter der traditionsliebenden Hülserin, Agnes Schmitter, richtete zusammen mit den Landfrauen die erste Präsentation des Handwerkes beim Bottermaat aus. Das Stadtteilfest erhielt durch die Landfrauen und ihre Butterherstellung seither seinen Namen.

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