110 Ballettschüler in Krefeld tanzen zur Orchestermusik

Seidenweberhaus : 110 Ballettschüler tanzen zur Orchestermusik

Die Bayer Symphoniker und die Ballettschule Regina Zindel präsentierten „Symphonic Christmas und Dance“ im Seidenweberhaus.

Da hüpfen kleine Ballerinen schon in ihrem rosa Tutu ins Foyer des Seidenweberhauses. An anderen Stellen kann man am späten Samstagnachmittag andere Kinder beobachten, die sich tänzerisch durch den großen Saal bewegen. Dieser ungewöhnliche Bewegungsdrang und zum anderen auch der große Anteil an jungen Familien  sind Vorboten des Konzerts der Bayer Symphoniker gemeinsam mit der Ballettschule Regina Zindel – eine Kooperation, die mit ihrer Premiere das Seidenweberhaus sehr gut füllt.

„Symphonic Christmas und Dance“ lautet das Motto des Abends unter der Leitung von Thomas Schlerka. Damit verlassen die Bayer Symphoniker auch einmal ihre Tradition des großen Herbstkonzerts und stimmen  mit zwei Aufführungen auf die Adventszeit ein.

Jochen Schaaf führt als gut vorbereiteter Moderator durch das Programm. Auch er freut sich über die vielen Kinder im Publikum und hat eine wichtige Botschaft für diese Altersgruppe, die größtenteils zum ersten Mal in einem Sinfoniekonzert ist: „Hier wird Musik mit der Hand gemacht und kommt nicht aus dem Handy!“

Musikalisch startet das Programm mit dem Vorspiel zur Märchenoper Hänsel und Gretel von Engelbert Humperdinck (1854-1921), dem einzigen „Solo“ des Orchesters. Natürlich haben mit dem nachfolgenden Werk, der Suite aus dem Ballett „Der Nussknacker“ op. 71a von Peter Iljitsch Tschaikowski (1840-1893), die Elevinnen und die an einer Hand abzuzählenden Eleven der Ballettschule Regina Zindel Krefeld ihre ersten Auftritte. Insgesamt 110 Kinder ab vier Jahren und Jugendliche der Ballettschule sind dabei.

Da ziehen im Marsch Wichtel und Weihnachtsmänner ein und auch die Kleinsten als Mäuse in rosa Tutus und nun noch mit großen glitzernden Mäuseohren auf den Köpfen.

Beim Tanz der Zuckerfee spazieren Mädchen mit Pappplätzchen auf Bauch und Rücken über die Bühne. Der russische Trepak sorgt dafür, dass sibirische Taiga als Tannenbäumchen-Tanz auf der Bühne entsteht.

Geschickt haben Zindel und ihr Ballettlehrer Rasmus Olders in die Choreographien für die Kleinsten tänzerisch ordnende Aufgaben von größeren Schülerinnen eingebaut oder lassen sie paarweise tanzen. So kann alles wie einstudiert klappen.

Beim arabischen Tanz und beim Tanz der Rohrflöten gibt es Choreographien mit Spitzentanz. Da ist es nicht überraschend, dass das Publikum vor der Pause begeistert applaudiert.

In der zweiten Hälfte des Programms folgen Medleys aus amerikanischen Filmmusiken mit weihnachtlicher Note. Viel Kreativität ist in der Umsetzung zu sehen, so zum Beispiel Jingle Bells als Samba oder einen Tanz auf Skiern.

Bei einigen Songs in den Medleys übernimmt der Frauenchor der Klingenstadt Solingen den Gesangspart.

Ein rundum gelungenes Programm, das hervorragend Werbung für klassische Musik, Ballett und viel künstlerische Kreativität machte!