10.000 Besucher beim Folklorefestival in Krefeld

Weltmusik: 10.000 Besucher beim Folklorefestival

Der Verein Folklorefest bewies ein gutes Händchen beim Verpflichten der Künstler. Höhepunkte boten neben dem Gastspiel von Epsylon, der Auftritt von Flavia Coelho und die gigantische Abschlussparty mit der arabischen Elektro-Combo 47Souls

Sein Gesicht ist zu einem breiten Grinsen verzogen, die Arme hat er in die Höhe gereckt. Seine Hände treffen im Takt der Musik über seinem Kopf zusammen, sein gesamter Körper bewegt sich mit. Sebastian Weinert ist froh, dass er auf seinen Kumpel gehört hat, der ihm die französische Gruppe Epsylon empfohlen hat. „Fahr nach Krefeld zum Folklorefest“, hat er ihm gesagt, „du wirst es nicht bereuen.“ Also hat sich der Koblenzer in den Zug gesetzt und ist an den Niederrhein gefahren.

Und nicht nur er wird von der Energie und der guten Laune auf der Bühne sofort angesteckt. Auch die anderen Besucher des Platzes „An der Alten Kirche“ auf dem an diesem Wochenende das 41. Folklorefest stattfindet, sind vom mitreißenden Folk-Rock der Franzosen absolut beeindruckt. Sie haben Spaß auf der Bühne, spielen ihr Set mit einer angenehmen Leichtigkeit – ein Gefühl, dass sich auf die Zuschauer überträgt.

Er hat den Beat: Der Drummer sorgt für den Rhythmus. Foto: Mocnik,Mark(moc)

Auch ansonsten hatten die Veranstalter des Vereins Folklorefest Krefeld wie immer ein gutes Händchen beim Verpflichten der auftretenden Künstler. Die Höhepunkte am Samstagabend sind neben dem Gastspiel von Epsylon, der Auftritt von Flavia Coelho und die gigantische Abschlussparty mit der arabischen Elektro-Combo 47Souls.

Folklorefest 2018 Foto: Mocnik,Mark(moc)

Eine interessante, nicht zu weichgespülte Stimme, in der viel Ausdruck liegt, lockt die Besucher zum Treppenpodest am Seiteneingang der Alten Kirche. Hier gibt Lea Sophie gerade eine Kostprobe ihres Könnens. Sie hat eigene Songs im Gepäck und begleitet sich selbst auf der Gitarre. Die junge Künstlerin ist nicht die Einzige, die unter der Kategorie „Straßenmusik“ auf dem Folklorefestival zu sehen ist. Mit dabei sind auch ihre Kollegen vom Kioomars Musayyebi Duo, Christian Lötters , Alfred Bohnen und Jan-Henri Baum.

Die brasilianische Stimme beim Folklorefest: Flavia Coelho. Foto: Mocnik,Mark(moc)
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Vor der Bühne steht eine bunt-gekleidete Frau. Sie wippt im Takt mit, lässt sich aber gerne von der Reporterin vom Bühnengeschehen ablenken. „Ich komme fast jedes Jahr zum Folklorefest nach Krefeld“, sagt Susanne Bauer. Die Kempenerin mag die Vielfalt und die Unterschiede in der Musik. „Immer wieder kann ich Neues entdecken und wurde noch nie von der Qualität der Bands enttäuscht. Hier treten nur richtig hochkarätige Künstler auf.“

Doch nicht nur Musik wird den zehntausenden Besuchern geboten, die sich vom kühleren Wetter und der unbeständigen Wettervorhersage nicht abschrecken ließen. Exotische duftende Gerichte aus aller Welt gibt es auf dem Nebenplatz der Alten Kirche. Wer vom Trubel genug hat und durchschnaufen will, findet hier eine wohlverdiente Pause.

Und nicht nur an erwachsene Musikfans hat der Verein bei der Fest-Planung gedacht: für Kinder gibt es das kleinste Märchenmuseum der Welt, welches am Schwanenbrunnen Halt macht und in dem permanent interaktiv, beispielsweise mit Puppen und Musik, Märchen erzählt werden.. Außerdem sorgt ein Gaukler für den Zeitvertreib, während die Eltern Musik hören.

Los ging das 41. Folklorefest schon am Freitag. Beim Balkan-Beats-Themenabend durften die Zuschauer auch selbst aktiv werden: Tobias Schneider zeigte in einem Tanzworkshop traditionelle Tanzschritte, die von den Teilnehmern dann beim Konzert der rumänischen Gruppe „Fanfare Ciocarlia“ ausprobiert werden konnten.

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