Krefeld: 100 Einwände gegen Luftreinhalteplan

Krefeld : 100 Einwände gegen Luftreinhalteplan

Bei der Bezirksregierung Düsseldorf sind rund 100 Einwände gegen den Entwurf des Luftreinhalteplans eingegangen. Das erklärte eine Sprecherin gestern auf Anfrage. Die Stellungnahmen stammen sowohl von Privatpersonen als auch von Institutionen wie beispielsweise dem Krefelder Einzelhandelsverband oder verschiedenen Bürgervereinen.

Im Innenstadtgebiet liegt die Stickstoffdioxid-Belastung über den EU-Grenzwerten; im Krefelder Hafen ist die Feinstaubbelastung zu hoch. Durch den in zwei Wochen in Kraft tretenden Luftreinhalteplan soll die gesundheitsgefährdende Belastung für die Bevölkerung unter die EU-Grenzwerte gebracht werden.

Die Bezirksregierung entscheidet nun bis 15. September über die eingegangenen Stellungnahmen — welche Anliegen berücksichtigt werden und welche nicht. Der Rat der Stadt Krefeld wird am 9. September eine eigene Stellungnahme zum Luftreinhalteplan abgeben und dort voraussichtlich fordern, dass die Königstraße weiterhin voll für den Autoverkehr zugänglich bleibt. Im Entwurf des Luftreinhalteplans sieht die Bezirksregierung derzeit eine Teilsperrung vor.

Krefelds Bürgervereine befürchten, dass die geplanten Lkw-Fahrverbote zu deutlich mehr Verkehr auf der westlichen Verkehrsachse von der Heideckstraße bis zur Kempener Allee führen. Sie zweifeln die dem Entwurf zugrundeliegenden Verkehrszahlen an und fordern eine neue Ermittlung sowie eine Messung der aktuellen Umweltbelastungen. Die Industrie- und Handelskammer wird am Freitag mit Krefelder Firmen über die geplanten Maßnahmen diskutieren und dann eine Stellungnahme abgeben.

(RP)
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