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Herrenshoff: Zwei stolze Jungschützen und ein überraschter König

Herrenshoff : Zwei stolze Jungschützen und ein überraschter König

Das Schützenfest startete für die St. Hubertus-Schützen mit einem Schock. Als sie sich am Samstag zur traditionellen Maienfahrt aufmachten, rutschte Pressewart Bernd Klapdor aus, stürzte unglücklich und musste das diesjährige Schützenfest im Krankenhaus verbringen.

Der Rest des Kirmesauftaktes verlief anschließend nach Plan. Nach der Kranzniederlegung am Ehrenmal sorgte die Band "Seven Fools" im Festzelt für ordentlich Stimmung. "Es war rappelvoll. Die Stimmung war prächtig", schwärmte König Peter Moll noch gestern. Seine Aufregung sei schnell gewichen, als das Schützenfest begann. "Ich freue mich jetzt einfach nur, dass es losgeht", sagte er .

Normalerweise marschiert Peter Moll seit 43 Jahren im Bundesschützen-Tambourcorps "Nordstern" Herrenshoff mit, in dem er Tambourmajor ist und das in diesem Jahr sein 90-jähriges Bestehen feiert. Die Musiker treten stets in blauen Uniformen auf. Als Überraschung für Peter Moll zogen sie sich jedoch gestern die preußische Uniform an.

Als weitere Besonderheit nahmen zahlreiche Gastbruderschaften an der Parade am Nachmittag teil und verstärkten das Regiment um 150 Mann. Neben Schützen aus Korschenbroich und Pesch kamen Abordnungen aus Liedberg, Schelsen, Steinforth-Rubbelrath, Geistenbeck und Broich-Peel. Doch die Majestät, die schon 1996 die Königswürde trug, war nicht der einzige, für den gestern ein besonderer Tag war.

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Auch Martin Rippegather und René Waden waren stolz. Die beiden Jungschützen erhielten nach dem Gottesdienst, der erstmals von Präses Pater Siegmund Malinowski geleitet wurde und zu dem die Schützen eine Viertel Stunde zu spät kamen, auf der Wiese vor dem Jugendheim von Präsident Markus Tschirner den neuen Jungschützenorden.

"Die beiden sind Gründungsmitglieder und schon alte Hasen", erklärte Tschirner. Die Kinder sind der Stolz der Bruderschaft. Im nächsten Jahr wird aus den Jungschützen ein neuer Seniorenzug entstehen. Viele Kinder kommen aus wahren Schützenfamilien, in denen schon der Opa der Bruderschaft angehörte.

Für 25 Jahre Mitgliedschaft wurden Hermann-Josef Becker, Karl-Heinz Deußen, Manfred Hein, Jürgen Knuppertz, Hans-Joachim Nilges, Holger Schmelzing, Frank Semmler, Joachim Tschirner und Hans-Jörg Wevers geehrt. Seit 50 Jahren sind Hans Jansen, Hans Johnen, Willi Könes und Helmut Schippers dabei. Heinz Amend, Leonard Heyer und Hans Siegers gehören seit 60 Jahren der Bruderschaft an.

Über die Hubertusnadel durften sich Andreas Lieven und Achim Tokloth freuen. Kurt Franken verlieh im Namen des Bruderrates im "Bund der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften" das silberne Verdienstkreuz an Harald Jänicke, Jürgen Karsten, Uwe Reiners und Willi Schmidt. Franz-Josef Siegers erhielt den Hohen Bruderschaftsorden.

(cli)