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Korschenbroich: Zuwachs für das Gewerbegebiet Glehner Heide

Korschenbroich : Zuwachs für das Gewerbegebiet Glehner Heide

Ein halbes Jahr lang konnte im Gewerbegebiet Glehner Heide nicht gebaut werden. Doch jetzt rücken wieder neue Firmen an.

Die Glehner Heide wird für die Stadt mangels zur Verfügung stehender Flächen das für längere Zeit letzte Gewerbegebiet sein, das sie entwickelt. Bei der Ansiedlung "stehen wir daher nicht unter dem Druck, dass in einem Jahr alles vermarktet sein soll", sagt Wirtschaftsförderin Stefanie Bössem. Dennoch verweist sie auf unvorhergesehene Hindernisse: "Wir sind gut ein Jahr in Verzug." Die Systemumstellung beim Kastasteramt des Kreises habe dazu mehr als ein halbes Jahr "beigetragen". Von Mitte 2013 bis Anfang dieses Jahres konnte in der Glehner Heide nicht gebaut werden - was nicht an mangelndem Willen der Unternehmen lag. Die bislang in Lüttenglehn ansässige Firma ICS (International Courier Service) etwa stand nach der Unterzeichnung des Kaufvertrags im Mai 2013 schon auf dem Sprung, sich in der Glehner Heide anzusiedeln.

Der auf die Beförderung internationaler Frachtsendungen spezialisierte Expressdienstleister mit seinen 15 Mitarbeitern hat nach den Worten von Vertriebsleiterin Luisa Reibel sein Portfolio erweitert und brauchte daher einen größeren Standort. Der eigentlich schon für 2013 geplante Bau ist inzwischen in vollem Gange, schon bald kann ICS von der Glehner Heide aus agieren. "Pionier" war dort bislang die Perfekta Lift GmbH, die im Mai 2013 nicht nur ihre bisherige Zweigstelle im Gewerbegebiet Glehn-Ost in die Glehner Heide, sondern gleich auch den Betriebssitz von Jülich nach Korschenbroich verlagert hat. Aktuell beschäftigt sind in dem Treppenlifte und Aufzüge herstellenden und vertreibenden Betrieb 15 Mitarbeiter. Dafür, dass Perfekta nicht mehr allein auf weiter Flur ist, sorgt demnächst auch Hermens Haustechnik. Durch die Umsiedlung aus Korschenbroich konnten fünf Arbeitsplätze erhalten bleiben.

Mit Abstand größter Nachbar wird wohl zu Jahresbeginn die Breuer Stahlhandel GmbH aus Goch sein, die Geschäftsführer Manfred Schwenke zufolge ihre bisherige Niederlassung in Willich nach Glehn verlagert. Mit einer Fläche von mehr als 5700 Quadratmetern wird der Stahlhandel inklusive des Verwaltungsgebäudes eine mehr als doppelt so große Fläche einnehmen wie seine drei bisherigen Nachbarn zusammen.

Die weitere Ansiedlung hat Stefanie Bössem bereits fest im Blick: "Wir haben bereits konkrete Reservierungen für weitere 10 000 Quadratmeter." Die erschlossene Gesamtfläche in der Glehner Heide, liegt bei etwa 58 500. Zur Verfügung stünden damit noch 38 000 Quadratmeter. Bei der Vermarktung soll Sorgfalt vor Eile stehen. Nicht jedes ansiedlungswillige Unternehmen soll zum Zuge kommen: "Wir hatten jemanden, der 30 000 Quadratmeter nur für Lagerflächen haben wollte, da haben wir abgewunken", sagt Bürgermeister Heinz Josef Dick.

"Es ging uns darum, das Gebiet vernünftig zu strukturieren", betont Johannes Kronen, gemeinsam mit Stefanie Bössem Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungs- und Entwicklungsgesellschaft Korschenbroich (WEK). Keine Unternehmen "mit halb befestigten Grundstücken, keine Wohnnutzung und nicht reine Lagerflächen", nennt er einige Kriterien, von denen sich die WEK bei der Vermarktung leiten lässt.

(NGZ)