Zuhörer wurden beim Konzert in Korschenbroich weihnachtlich reich beschenkt

Kultur in Korschenbroich: Konzert-Zuhörer wurden weihnachtlich reich beschenkt

Die Deutsche Kammerakademie Neuss servierte dem Publikum in der  Aula des Gymnasiums einen musikalischen Hochgenuss. 

Alexander Lonquich ist Pianist, Kammermusiker und Orchesterleiter. Beim Auftritt der Deutschen Kammerakademie Neuss in der Aula des Gymnasiums brachte der Musiker alle diese Talente ein. Er dirigierte das Ensemble zu Werken von Corelli, Bach, Haydn und Mozart, brillierte als konzertanter Partner an Cembalo sowie Flügel und begeisterte als Solist. Die zahlreichen Besucher hatten nicht nur den musikalischen Genuss, sondern waren im doppelten Sinne beschenkt.  Denn einer lieb gewordenen Tradition folgend, hatte die Sparkasse Neuss, langjährige Förderin der Kammerakademie, zum Weihnachtskonzert eingeladen. In der Begrüßung verwies Peter Dederichs, Vertreter des Vorstands, auf das nationale und internationale Renommee des Ensembles wie auch seines Dirigenten.

Sie eröffneten das Programm mit Corellis Concerto Grosso „Fatto per la notte di natale“ (Für den Heiligen Abend gemacht) mit der bekannten „Pastorale“. Das Ensemble gestaltete das Hirtenstück im Ausdruck vertrauender Ruhe. Dabei gruppierte es sich stehend um das Cembalo, an dem ihr Dirigent im virtuosen Spiel eine Hälfte seines Doppelparts übernahm. Lonquich gab den Einsatz vor und wandte sich dann dem eigenen Spiel zu – konzentriert, virtuos und dabei mit voller Aufmerksamkeit auf das Ensemble gerichtet. Bachs Brandenburgisches Konzert Nr. 3 G-Dur strahlte - ebenfalls im Miteinander mit dem Orchesterleiter, doch in kleinerer Besetzung - einen freudig bewegten Charakter aus. Die Darbietung begeisterte in der farbigen und einfühlsamen Gestaltung wie auch hinreißenden Leichtigkeit. Zu Haydns Sinfonie Nr. 46 zeigten sich die Neusser in Komplettbesetzung und beglückten abermals mit Klangvielfalt und Einfühlungsvermögen.

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Der zweite Teil des Abends gehörte Mozarts Musik und damit Lonquichs erklärten Lieblingswerken. In grandioser Anschlagskunst ließ der Pianist Mozarts Rondo a-Moll als herrliches Kleinod mit unendlich vielen Nuancen erstrahlen. Zu Mozarts Klavierkonzert Nr. 9 „Jeunehomme“ verabschiedeten sich die Musiker wiederum gemeinsam im lebhaft funkelnden Spiel der drei Sätze. Der Pianist flutete den Raum mit perlenden Läufen. Hatte das Klavier zu schweigen, dirigierte der Maestro in bewährter Manier. Für den begeisterten Beifall wurde gerne eine Zugabe gewährt.

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