Korschenbroich: Wohnkomplex für 8,5-Millionen Euro

Korschenbroich : Wohnkomplex für 8,5-Millionen Euro

Einen Tag lang war die Zufahrt zum Bahnhof gesperrt. Zwölf Lastwagen lieferten im Stunden-Rhythmus 600 Kubikmeter Beton für die Bodenplatte. Das "Broicher Karree" soll 2018 fertig sein. Die Investition liegt bei 8,5 Millionen.

Gleichmäßig fließt der Beton in die Verschalung der 1230 Quadratmeter großen Baustelle gegenüber des Korschenbroicher Bahnhofes. Damit ist jetzt das Fundament für die Komfortwohnungen im "Broicher Karree" gelegt. Zwölf Stunden benötigten die Bauarbeiter", beschreibt CQ-Geschäftsführer Mark Tijhuis den Arbeitsvorgang, für den auch die komplette Zufahrt zum Bahnhof gesperrt werden musste. "Das war eine logistische Herausforderung. Es hat aber alles reibungslos geklappt", fasst Tijhuis die Aktion zusammen.

600 Kubikmeter Beton wurden für die Bodenplatte benötigt. Zwölf Lastwagen lieferten in einem Stunden-Rhythmus. Die flüssige Masse wird mit der Betonpumpe gleichmäßig verteilt. "Jetzt muss das Gebäude schnell wachsen", sagt Mark Tijhuis und blickt auf einen fixen Zeitplan. Für jedes Geschoss hat der Odenkirchener Rohbauer Lothar Beeck etwa vier Wochen kalkuliert. Geplant sind drei Vollgeschosse und ein Staffelgeschoss. Ende September soll dann bereits der Richtkranz über dem "Broicher Karree" am Korschenbroicher Bahnhof wehen. Verläuft alles planmäßig, soll der neue Wohnkomplex mit Tiefgarage bereits im März/April 2018 bezugsfertig sein. "Wir haben alles gut durchdacht", versichert auch Projektmanager Thomas Noll vom Korschenbroicher Architekturbüro Baues.

Auf der 1230 Quadratmeter großen Fläche entstehen 26 moderne, lichtdurchflutete und barrierefreie Eigentumswohnungen. Die Vermarktung übernimmt Engel & Völkers. Die Nachfrage ist groß. "Natürlich hätte ich als Investor nichts dagegen, wenn schon alle Wohnungen vergeben wären, doch ein Verkauf von 40 Prozent ist richtig gut", stellt Tijhuis zufrieden fest.

Dort, wo jetzt das "Broicher Karree" entsteht, sorgte für mehr als 15 Jahre ein unansehnliches Rohbaugerippe für Verärgerung. Viele Korschenbroicher sind froh, dass diese Bauruine endlich verschwunden ist. In Teilen des heruntergewirtschafteten Gebäudes war früher die Hosenfabrik Mühlen ansässig. Später wurde das Haus als Theatersaal, Kino und dann als Kneipe genutzt. Zuletzt hatte der frühere Eigentümer, ein Gerüstbauer aus Gladbach, die Bauruine als Baustoff-Lager genutzt. Das mehrstöckige Gebäude auf der Ecke Hindenburgstraße/Bahnhof wurde zum Hemmschuh für alle Stadtentwicklungspläne, die immer wieder im Bahnhofsumfeld angestoßen wurden.

CQ steht für "Clever Qualität". Das niederländische Unternehmen CQ-Haus, seit Ende 2014 in Gladbach beheimatet, will die gute Lage Korschenbroichs auch künftig nutzen. Aktuell denkt Tijhuis über Einfamilienhäuser nach, gleiches gilt für Gladbach. Allerdings wirbt er für Verständnis: "Mehr kann ich noch nicht sagen, die Projekte sind erst in Vorbereitung."

(NGZ)
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