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Korschenbroich: Winterdienste warten auf den ersten Einsatz

Korschenbroich : Winterdienste warten auf den ersten Einsatz

Die Streusalzlager sind prall gefüllt, aber zu einem Einsatz ist es bisher noch nicht gekommen. Auch gestern, dem ersten kalten Tag im Winter, mussten weder in Korschenbroich noch in Jüchen die Streudienste ausrücken.

Der Winterdienst fällt nach zwei heftigen Jahren bislang flach. In dieser Woche rechnet die Gemeinde Jüchen auch nicht mehr mit einem Einsatz. Ab Mittwoch sollen die Temperaturen wieder steigen. "Wir fahren natürlich weiter Kontrolle, wenn es kälter wird", erklärte Jüchens Rathaussprecher Norbert Wolf. Und auch in Korschenbroich ist immer ein Kontrollfahrer unterwegs.

Dabei hatte die Gemeinde ihren Winterdienst nach den letzten Wintern mächtig aufgerüstet. Weil es unter anderem zu Engpässen beim Streusalz gekommen war, lagern nun im Bauhof der Gemeinde 225 Tonnen Streusalz. Die Stadt Korschenbroich hat in der angemieteten Halle an der Mühlenstraße und im Holzsilo insgesamt 250 Tonnen Salz und weitere 80 Tonnen Split gelagert. In Jüchen sind nun acht statt wie vorher fünf Mitarbeiter in die Arbeit des Winterdienstes involviert, und ein dritter Streuwagen ist mit einem Streukasten ausgerüstet worden.

Das neue Konzept nennt sich optimierter Winterdienst, kam aber bislang nicht zum Einsatz. Die 40 000 Euro Mehrkosten wurden umgelegt auf die Anlieger. Das Problem in den Salzlagern: Das Streusalz darf nicht verklumpen, weil es sonst mitunter nicht mehr so zuverlässig wirkt. "Deshalb bewegen wir zwischendurch das Salz, um Verklumpungen zu vermeiden", erklärte Jüchens Sprecher Norbert Wolf.

Der bislang milde Winter bringt den Kommunen allerdings auch Vorteile. Gerade beim Winterdienst werden Personalkosten gespart, weil bisher keine Einsätze bezahlt werden mussten. Zudem treten bisher kaum neue Frostschäden in den Straßen auf, die wiederum repariert werden müssten. Für den Unterhalt der Straßen hat die Gemeinde 70 000 Euro für 2012 in den Haushalt gestellt — darunter fallen auch die Winter-Reparaturen. Das hätte im katastrophalen Winter 2010 kaum gereicht, um alle Schäden zu beheben. Damals gingen sogar fast 10 000 Euro an Spenden bei der Gemeinde ein, um die Winterschäden zu reparieren.

(RP/rl)