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Korschenbroich: Wetterglück für die Karnevalszüge in Liedberg und Kleinenbroich

Korschenbroich : Wetterglück für die Karnevalszüge in Liedberg und Kleinenbroich

Wenn irgendwas schiefgeht, dann beweisen die Liedberger meist ihr Improvisationstalent. Als gestern zum Zug-Start um 14.11 Uhr kein Rettungswagen den Karnevalsumzug der katholischen Pfarre durch den Ort absichern konnte, sprang kurzerhand die Feuerwehr ein. Gut, dass Liedberg das Dorf der kurzen Wege ist: Denn dadurch konnten die Narren mit einer für die fünfte Jahreszeit akzeptablen Verspätung von jecken elf Minuten starten und die Straßen erobern. Die Stimmung jedenfalls war auch deshalb gut, weil der Regen pünktlich zur Narrenzeit aufhörte und die Karnevalisten bei strahlendem Sonnenschein durch ihr Heimatdorf ziehen konnten.

Das Besondere in Liedberg: Die Jecken bewarfen sich dort selbst mit Kamellen. Und: Die Spitze des Zuges führte ein Pferdegespann an - eben so, wie es sich auf dem Land gehört.

 Bunt ging's gestern Nachmittag beim Narren-Umzug in Kleinenbroich zu.
Bunt ging's gestern Nachmittag beim Narren-Umzug in Kleinenbroich zu. Foto: Kandzorra Christian

"Bei uns kann jeder mitmachen. Alle Leute, die Spaß am Karneval haben", sagte Anke Jansen vom Liedberger Martinsverein, die den Zug gemeinsam mit Simone Schmidt organisiert hatte. Rund 200 Karnevalisten folgten der Einladung und zogen vom Hildegundishaus aus durch den Ort.

In Kleinenbroich starteten die Jecken vom Kirmesplatz aus zu ihrer eineinhalbstündigen Tour durch den Stadtteil und sparten von Anfang an nicht mit dem Wurfmaterial. Hinter einer Art mobilem Bierzelt zog eine Menschentraube von etwa 200 Karnevalisten - die meisten bunt verkleidet. Organisiert worden war der Umzug von der St.-Sebastianus-Schützenbruderschaft - federführend vom Zug "Lott Jonn" - und den Kleinenbroicher Karnevals-Freunden. Natürlich waren dort auch die amtierenden Majestäten des Schützenfestes mit von der Partie.

Viele Kleinenbroicher, darunter Geschäftsleute, hatten im Vorfeld Wurfmaterial für den Umzug gespendet, der an der Mehrzweckhalle endete. Vorbei war die Party dort allerdings noch nicht: Die Jecken feierten noch kräftig bei einer "After-Zug-Party". Begeistert vom närrischen Treiben zeigten sich vor allem die kleinen Besucher des Umzugs: Viele von ihnen waren als Star-Wars-Kämpfer mit Laser-Schwertern, als Cowboys und als Gefängnis-Ausbrecher unterwegs.

(cka)