Weiter höhere Schülerzahlen in Korschenbroich

Entwicklungsplan in Korschenbroich : In der Stadt nehmen die Schülerzahlen zu

Entwicklungsplan im Fachausschuss: Die Plätze im Offenen Ganztag sind besonders begehrt.

Das zentrale Ergebnis der Fortschreibung des Schulentwicklungsplans: Die Schülerzahlen werden bis 2024 weiter zunehmen. Heiß begehrt sind die Plätze für den Offenen Ganztag – hier droht es zu Engpässen zu kommen. Ein Problem, das sich beim Gymnasium für August 2026 abzeichnet: Durch die Rückkehr zu G 9,  die am Montag von der Schulkonferenz beschlossen wurde, werden sechs Räume fehlen. Nach Einführung von G 8 waren ehemalige Schulräume zu Verwaltungsräumen umfunktioniert worden. Das rächt sich in knapp acht Jahren.

Die Hauptschule – die einzige ihrer Art im Rhein-Kreis Neuss – wird von der zunehmenden Schülerzahl nicht profitieren. Der Schulentwicklungsplan sieht für das Schuljahr 2024/2015 jeweils eine Klasse für alle Jahrgangsstufen vor. Zum Vergleich: Aktuell gibt es zwar nur eine fünfte Klasse, aber von der sechsten bis zur zehnten Stufe sind zwei Klassenräume erforderlich.

Für die Andreas-Grundschule wird langfristig eine stabile Dreizügigkeit prognostiziert, an eine Aufgabe des Teilstandorts Pesch ist nicht zu denken, das dürfte die Pescher Eltern freuen. Positiv ist auch, dass hier die Situation für den Offenen Ganztag durch die Nutzung der ehemaligen Gymnastikhalle verbessert werden konnte. Bei der Grundschule Herrenshoff ist die komplette Zweizügigkeit für die nächsten Jahre gesichert. In Kleinenbroich wird es auch weiterhin vier Eingangsklassen geben, in einigen Jahren ist drei Jahre lang sogar mit jeweils fünf Eingangsklassen zu rechnen. Die Offene Ganztagsschule der Maternusschule ist jetzt schon voll ausgelastet. Für Glehn ist die Zweizügigkeit im Planungszeitraum gesichert, in einzelnen Jahren ist sogar mit drei Eingangsklassen zu rechnen. Auch hier gibt es Probleme, den Offenen Ganztag räumlich unterzubringen. Das gilt auch für Liedberg. Sie wird bis zum Jahr 2024 komplett einzügig laufen.

Die Realschule Kleinenbroich kann mit einer stabilen Dreizügigkeit rechnen und mit einigen starken Jahrgängen mit vier Parallelklassen. Das Gymnasium ist vierzügig und wird es mittelfristig wohl auch bleiben. Mit Beginn des Schuljahres 2019/2020 wird die Schule zum klassischen G-9-Modell, dem Abitur nach neun statt nach acht Jahren, zurückkehren. Das bedeutet, dass zum Ende des Schuljahrs 2024/25 der letzte G 8-Jahrgang das Gymnasium mit dem Abitur nach acht Jahren verlassen wird. Zum Ende des Schuljahres 2025/26 würde einmalig kein Abiturjahrgang die Schule verlassen.

„Eine Projektgruppe prüft derzeit, welche Möglichkeiten es gibt, um die Situation bezüglich des Offenen Ganztags zu verbessern“, gab die zuständige Fachbereichsleiterin Michaele Messmann zu verstehen. Die Sorgen der Eltern sind nachvollziehbar: In den Kindertagesstätten haben Berufstätige auf Wunsch eine 45-Stunden-Betreuung. Wenn ihr Kind dann eingeschult wird, brauchen sie ebenfalls eine verlässliche Betreuung ihres Nachwuchses am Nachmittag.

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