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Weihnachtsmarkt in Liedberg lockt Besucher von nah und fern

Weihnachtliche Stimmung in Liedberg : Markt lockt Besucher von nah und fern

Liedberg ist wie geschaffen für einen Weihnachtsmarkt. Und weil das so ist, war auch die 26. Auflage wieder ein voller Erfolg, trotz des warmen und nassen Wetters. Zum Glück gab es genug heimelige Rückzugsräume auf Zeit.

Am Samstag gegen 15.30 Uhr setzte der Regen ein – er sollte ein ziemlich treuer Begleiter des diesjährigen Liedberger Weihnachtsmarktes werden. Das war aber kein Grund, um zu Hause zu bleiben und das sahen die Besucher offenbar auch so.

Eine Oase der vorweihnachtlichen Gemütlichkeit war wieder der Sandbauernhof. Dort konnte man mehr als einen heißen Kaffee genießen. Von draußen waren die Klänge des Drehorgelspielers Erich Leinz zu hören. Ein Mann und neun Engel eröffneten den Markt: Bürgermeister Marc Venten und seine himmlischen Begleiterinnen mit dem „Ober-Engel“ Johanna Vennen (19), der die kleinen Engel um anderthalb Köpfe überragte. „Ich freue mich, dass die Straßen und Gassen so gut gefüllt sind“, erklärte der Bürgermeister. Den Liedberger Weihnachtsmarkt, organisiert vom Liedberger Heimatverein, bezeichnete er als „ein Kleinod in der gesamten Region“. Auf dem Parkplatz sei ihm aufgefallen, dass viele Besucher eine längere Anfahrt in Kauf genommen hatten, um sich diesen besonders romantischen Markt nicht entgehen zu lassen. Und Venten lobte das Engagement des Heimatvereins: „Was Sie machen, ist auch Wirtschaftsförderung.“

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Petronius Paternoster zog die Kinder in seinem mittelalterlich anmutenden Kostüm in seinen Bann mit seinem Weihnachtsmärchen „Die Hexe und der letzte Weihnachtsbaum“. Darin geht es darum, dass sowohl die Hexe, als auch der König einen Weihnachtsbaum wollen, es aber nur noch einen Baum gibt. Dieses Problem gab es jetzt auf dem Liedberger Weihnachtsmarkt nicht: Dort warteten viele gut gewachsene Christbäume auf ihren Einsatz in irgendeiner Wohnstube. Zur Vorweihnachtsstimmung trug unter anderem das „Weihnachtspostamt“ bei – Kinder konnten dort ihre Wünsche an das Christkind in 51777 Engelskirchen schicken, der alte Postsack wurde zunehmend runder.

Urgemütlich ging es auch in der Grundschule und auf dem Schulhof zu. „Engel laufen sehr gut“, freute sich Rolf Kostka aus Mönchengladbach, der zum ersten Mal in Liedberg Tiffany-Kunst und Bleiverglasung anbot. Anne Schneider verkaufte Matrioschkas, mit dem Erlös unterstützt sie Bedürftige in Weißrussland. Bei Michael Heym aus Erkelenz hatten die Besucher die Qual der Wahl: Entweder eine komplette Krippen kaufen oder Kleinigkeiten wie einen Hasenstall oder eine Hühnergruppe. Stefan Heidschöller aus Kirchhundem hatte sich auf die Region eingestellt. Neben Weihnachtssternen aus Holz hatte er auch ein Relief im Angebot mit der Aufschrift „Wir sind Borussia“. Gleich daneben hatte Jörg Schröder sein Atelier geöffnet, auch die Schlosskapelle konnte besichtigt werden. Leider hatten in diesem Jahr keine Privatleute ihre Haustüren für Besucher geöffnet. Dafür luden KiK-Künstler ein in den Garten von Gabriela Drees-Holz.