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Was Korschenbroich für seine Kinder tut

Haushalt der Stadt Korschenbroich : Was Korschenbroich für seine Kinder tut

Leistungen der Stadt am Beispiel einer vierköpfigen Familie. Kindertageseinrichtungen und Schulen bleiben auch im kommenden Jahr ein wichtiger Posten im neuen Haushalt. Am Ende des Jahres soll ein Überschuss stehen bleiben.

Die Kindertagesstätten und die dortige Betreuung sind ein wichtiger Posten im Haushalt der Stadt Korschenbroich. Denn der Anteil der Kindertageseinrichtungen an den Gesamtausgaben der Stadt liegt bei etwas mehr als zehn Prozent. Es sind über 15,67 Millionen Euro. Das sind im Jahr 2019 drei Prozent mehr Ausgaben als noch im Jahr zuvor. Diese Zahlen sind auch ein Zeichen dafür, dass die Stadt insbesondere bei jungen Familien sehr beliebt ist.

Denn Korschenbroich gibt recht viel Geld dafür aus, dass sich junge Familien wohl fühlen. Das Leben in der Stadt für eine vierköpfige Famile etwa, Vater, Mutter, zwei Kinder bezuschusst der Korschenbroicher Kämmerer 2019 mit 6.624 Euro pro Jahr. Von diesem Geld wird das meiste in die Kindertagesbetreuung gesteckt. Für ein Kind zahlt die Stadt 4.483 Euro. 1.024 Euro sind es pro Schüler in den Schulen der Stadt Korschenbroich.

Wenn vier Personen die Verkehrsflächen der Stadt nutzen, dann kostet das für alle vier 610 Euro im Jahr. Die Stadt zahlt das ebenso wie die 196 Euro für die Sporthallen und -flächen. Für die zwei Kinder der Familie werden Spiel-. und Bolzplätze unterhalten. Die Stadt bezuschusst dies mit 135 Euro. Das restliche Geld von den 6.624 Euro geht zum einen in den Betrieb des Hallenbades. Auch wenn es derzeit nicht geöffnet ist, bedeutet das 60 Euro für vier Personen. Zum anderen geht es noch um Kulturangebote (für vier Personen 52 Euro) und um die Musikschule (64 Euro). Stadtkämmerer Thomas Dückers hat noch einmal erläutert, dass der so genannte Stärkungspakt Stadtfinanzen ein Zuschussprogramm des Landes NRW für Städte und Gemeinden in besonders prekären Haushaltssituationen ist, Korschenbroich nehme seit dem Jahr 2012 freiwillig an dem Programm teil. Dafür erhalte man jährlich Konsolidierungshilfen vom Land. Am Anfang waren das 1,7 Millionen Euro und dann wurde es von Jahr zu Jahr weniger. Im Jahr 2019 wird die Stadt noch rund 1,1 Millionen Euro aus diesem Landesprogramm erhalten. Im kommenden Jahr ist wie bereits 2018 erneut ein ausgeglichener Haushalt vorgesehen. Die Stadt erwartet, dass sie erneut einen Überschuss erwirtschaften kann.

Die Einnahmen der Stadt kommen vor allem aus dem Gemeindeanteil an der Einkommensteuer und durch die Gewerbesteuer. Beide machen mehr als drei Viertel der Gesamteinahmen aus. Die 2019 höhere Grundsteuer B trägt mit etwa neun Prozent an den Einnahmen bei, der Rest kommt durch die Erträge des Baulandmanagements, Benutzungsgebühren und ähnliche Entgelte sowie die Konsolidierungshilfe des Landes zusammen.

Bei den Ausgaben sind die sogenannten Transferleistungen der größte Posten im Haushalt mit einem Anteil von 41 Prozent bei etwa 74,87 Millionen Euro Gesamtausgaben. Transferleistungen sind zum Beispiel Aufwendungen für Sozialleistungen, Zuweisungen und Zuschüsse, Schuldendiensthilfen und allgemeine Umlagen. An zweiter Stelle liegen die Personalaufwendungen (23,18 Prozent), die Sach- und Dienstleistungen (20,65 Prozent) sowie Abschreibungen (7,10 Prozent und Zinsen (1,13 Prozent).