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Korschenbroich: Von fliehenden Köpfen bis zum Innenleben von Computern

Korschenbroich : Von fliehenden Köpfen bis zum Innenleben von Computern

Johannes Bär ist Diplom-Designer und Architekt. Seit rund fünf Jahrzehnten betätigt sich der 80-Jährige auch künstlerisch. Jetzt stellt er in der Niederrhein-Klinik (Regentenstraße 22) bis 9. Mai eine Auswahl seiner Arbeiten aus. Die Ausstellung macht deutlich, dass der Meerbuscher sich von vielen unterschiedlichen Themen inspirieren lässt und diese auf vielfältig umsetzt.

Die Serie "Fliehende Köpfe" ist ein Beispiel für gestische, stark abstrahierende Malerei, mit der der Künstler auch einen Einblick in sein Seelenleben ermöglicht: Schwamm drüber. Entstanden sind diese Porträts mit einem dicken Pinsel, aber der Farbauftrag erfolgte auch mit einem Schwamm. Die Konturen des Kopfes verschwimmen, der Betrachter ahnt, welcher Kampf in diesem Kopf stattfindet.

Wesentlich "geordneter" dagegen andere Bilder mit klaren geometrischen Formen und wenigen, gut miteinander harmonierenden Farben. Eine kleine Serie spiegelt die Auseinandersetzung mit dem Golf-Sport wider, den Johannes Bär erst vor kurzem aus gesundheitlichen Gründen hat aufgeben müssen. Es handelt sich um eine Kombination zwischen Materialcollagen und Objektkästen. Der Hintergrund ist immer gemalt, zu sehen ist stets der Kopf eines Golfspielers. Gegenstände wie eine zerbeulte Cola-Dose stehen im Zusammenhang mit dem Rasensport: "Eine solche Dose darf der Golfer als Hindernis entfernen, nicht aber einen großen Stein", erklärt Bär.

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Johannes Bär spürt die gesundheitlichen Beschwernisse, die das Alter mit sich bringt. Als begeisterter Fotograf hat er sich darauf eingestellt: Er arbeitet mit Stativ, damit nichts verwackelt, auch wenn die Hände mal zittern. Dazu bietet sich die Mikro- und Makrofotografie an. Die Motive - vor allem Pflanzen - findet er oft in seinem Garten. Begeistert hat ihn zum Beispiel ein Lindenblatt samt Knospe. Es scheint auf einem Foto wie ein bizarres Flugobjekt auf den Betrachter zuzufliegen. Selbst eine Pusteblume wird vor dem Objektiv zu einem stolzen Fotomodell. Den Fotografen reizen Strukturen, wie man sie auf einem Blatt findet - aber nicht nur: Neueste Fotografien sind das Ergebnis der Auseinandersetzung mit dem Innenleben von Computern. Mit speziellem Programm greift er intensiv in die Fotos ein.

(barni)