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Unwetter in Korschenbroich - Glehn, Liedberg und Kleinenbroich stark betroffen

Unwetter in Korschenbroich : Viele Keller unter Wasser: Feuerwehr pumpt, was das Zeug hält

Schwerstarbeit hatten sämtliche Einheiten der Feuerwehr von Samstagnachmittag bis Mitternacht zu leisten. Wegen des Unwetters gingen 107 Meldungen ein.

In den meisten Fällen riefen Bürger wegen vollgelaufener Keller um Hilfe. Aber auch Straßenunterführungen wie die an der Hochstraße in Kleinenbroich waren überschwemmt, auch in Tiefgaragen war nach heftigen Regenfällen Wasser eingedrungen. „Zwar hat es auch in Alt-Korschenbroich stark geregnet. Am stärksten betroffen waren jedoch Glehn, Liedberg und Teile von Kleinenbroich“, resümierte Feuerwehrchef Frank Baum am Sonntag nach einer Nacht, die etwa 120 Feuerwehrleute in Atem gehalten hatte. Der erste Hilferuf war Samstag um 16.12 Uhr eingegangen. In den folgenden Stunden war die Notrufleitung zeitweise so stark belastet, dass Bürger die Feuerwehr über andere Rufnummern anwählten oder zur Wache fuhren und Meldung machten. Zu den Kellern, die unter Wasser standen, gehörten auch die der Realschule und des Altenheims in Kleinenbroich. In beiden Fällen hatten Brandmeldeanlagen Alarm ausgelöst. In Glehn hatte es die Tiefgarage eines Wohnkomplexes an der Bachstraße getroffe; an der Bendstraße, so Baum, drang Wasser in eine Baugrube ein und spülte Teile der Erdwände weg. Das Straßenstück wurde vorsorglich gesperrt. Stark betroffen war auch die Unterführung an der Hochstraße in Kleinenbroich. Dort pumpte die Feuerwehr ab, bis der Kanalnotdienst der Stadt übernahm und laut Baum ein privates Unternehmen zum Pumpen schickte.