Unges Pengste Korschenbroich: Schützen treffen sich zu Familienfrühstück

Schützenfest in Korschenbroich : Unges-Pengste-Treffen für die ganze Familie

Korschenbroichs Schützen trafen sich am Dienstag zum Frühstück im Festzelt. Die Stadt bot dazu wieder einen Unternehmer-Stammtisch an. Zuvor hatte es an Unges Pengste bereits Ehrungen für verdiente Schützenbrüder gegeben.

Rainer Hoppen saß entspannt im Festzelt. „Der Montag war schon ein richtiger harter Tag. Aber jetzt ist bei mir die ganze Anspannung abgefallen, ich werde den Rest des Festes genießen“, sagte der König der Sankt-Sebastianus-Bruderschaft, der das traditionelle Familienfrühstück am Dienstagvormittag sichtlich genoss. Alle Korschenbroicher Schützenzüge nutzten die Gelegenheit, mit den Familien ein paar angenehme Stunden zu verbringen.

Kuchenübergabe im Festzelt: Die Königinnen Birgit Hoppen (links) und Julia Kirchberg erhielten am Dienstag während des Familienfrühstücks von RP-Redakteur Thomas Grulke jeweils einen Erdbeerkuchen. Foto: Isabella Raupold/Raupold, Isabella (ikr)

  Alleine der Schützenzug Sankt Antonius war mit knapp 60 Personen gekommen – er feiert 2019 70-jähriges Bestehen. „Das ist für einen Schützenzug ein hohes Alter. Aber wir haben den Generationswechsel erfolgreich vollzogen“, sagte Gottfried Weeger, Seitenoffizier des Zuges. Das Familienfrühstück sei ein besonderer Termin an Unges Pengste. „Bei den Paraden sind die Schützen ja überwiegend unter sich. Hier zeigen wir, dass auch die Frauen und Kinder ein wichtiger Teil der Schützengemeinschaft sind“, sagte Weeger.

Der Schützenzug Sankt Antonius feiert 70-Jähriges. Foto: Thomas Grulke

Zwei Tische weiter saßen die Mitglieder des Zuges De Meähläng, die 60-jähriges Bestehen feiern. „Wir haben  uns irgendwann entschlossen, keine neuen Mitglieder aufzunehmen. Trotzdem sind immer noch sechs Gründungsmitglieder dabei“, sagte Wolfgang Losse. Einmal im Monat treffe sich die Gruppe, und das Familienfrühstück sei gute Tradition.

Tradition ist mittlerweile auch der Unternehmer-Stammtisch, den Bürgermeister Marc Venten vor zwei Jahren ins Leben rief. Im Festzelt hatten Unternehmer, Lokalpolitiker und Mitglieder der Stadtverwaltung die Gelegenheit, untereinander sowie mit den Schützen ins Gespräch zu kommen. „Nirgendwo sonst kann man so viele Akteure aus Wirtschaft und Politik auf einmal in Korschenbroich treffen. Zudem ist nichts so heimatstiftend wie das Schützenfest“, sagte Patrick Gorzelanczyk, Referent des Bürgermeisters.

Höchste Auszeichnungen der historischen Schützenbruderschaften hatten derweil Bezirksbundesmeister Horst Thoren, Diözesanbundesmeister Josef Mohr und Europa-Schützen-Generalsekretär Peter-Olaf Hoffmann schon am Sonntag im Festzelt an den Mann. Über den Verdienstorden der Europa-Schützen in Gold durfte sich Bundesgeschäftsführer Ralf Heinrichs freuen. Das Schulterband zum Sankt-Sebastianus-Ehrenkreuz erhielten die beiden auch überregional tätigen Oberschützen Josef Cremer (Präsidium des Bundes) und Friedhelm Pauen (Europa-Schützen-Regionalsekretär). Mit dem Sankt-Sebastianus-Ehrenkreuz wurden Karl-Heinz Göris von der Kinderdirekthilfe Korschenbroich und Fahnenoffizier Bodo von Tongeln ausgezeichnet.

Seit 1949 ist Heinz Fischer Schütze in Korschenbroich. Der Senior erhielt die seltene Jubiläumsnadel mit der „70“.  Für seine 65-jährige Mitgliedschaft wurde Ehrenpräsident Hermann-Josef Kronen geehrt. Neun weitere Schützen sind seit 60 Jahren dabei, elf seit 50 Jahren. Seit 25 Jahren steht Peter Wallrath als kommandierender Hauptmann in Diensten der Sankt-Sebastianus-Bruderschaft. Dafür gab es aus den Händen von Sebastianer-Präsident Peter Schlösser und Bezirksbundesmeister Horst Thoren den historischen Verdienstorden der Bruderschaft.

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