Korschenbroich: Unges Pengste: Bier im Zelt wird teurer

Korschenbroich : Unges Pengste: Bier im Zelt wird teurer

Den Schützenfestauftakt haben die beiden großen Bruderschaften seit Montag fest im Blick. Die Weichen für "Unges Pengste" sind gestellt. Diese Nachricht wurde von 300 Schützen mit dem Pfingstlied besiegelt. Neu: Das Bier kostet fünf Cent mehr - ein Feuerwerk soll Besucher ziehen.

Die beiden großen Korschenbroicher Bruderschaften – St. Sebastianus und St. Katharina-Junggesellen – sind für das Heimatfest "Unges Pengste" bestens gerüstet. Mit dieser Nachricht stimmte Sebastianer-Präsident Peter Schlösser nach einer zweitstündigen Versammlung im Gasthaus Deuss das "Korschenbroicher Pfingstlied" an – und mit ihm sangen 300 Bruderschaftler "vom hohen Turm es beiert, ,Unges Pengste' wird gefeiert". Für einen musikalischen Vorgeschmack auf das "Fest der Feste" im Korschenbroicher Stadtgebiet sorgten zudem die Musikvereinigung Giesenkirchen und das Bundesschützen-Fanfarencorps Korschenbroich.

Die schlechte Nachricht vorweg: Das Bier im Festzelt wird teurer. Konnte Peter Schlösser noch im Vorjahr verkünden, "der Bierpreis bleibt im dritten Jahr in Folge mit 1,40 Euro stabil", kündigte er gestern eine Preiserhöhung von fünf Cent pro Glas an. "Hier spielen Energie- und Personalkosten auch eine Rolle", erklärte Schlösser den höheren Bierpreis, der ab sofort für alle Barrawasser-Zelte gilt.

Und auch die Musik wird in 2011 etwas teuer – speziell die GEMA-Gebühren, wusste Musikbeauftragter und Vize-Präsident Albert Schmitten zu berichten. Dies spiegelt sich dann auch in der Kasse wider. Schatzmeister Hermann-Josef Eiken, der den Anwesenden einen umfassenden Blick in die Finanzen des Pfingstausschusses gewährte, schloss ein mögliches Defizit für 2011 nicht aus. "Alles wird teurer, und wir haben unsere Einnahmemöglichkeiten längst ausgereizt", betonte Eiken. Dennoch: kein Grund zur Sorge. Sollten die Ausgaben die Einnahmen überschreiten, gibt's schon jetzt eine Lösung: "Beide Bruderschaften haben sich im Vorfeld bereiterklärt, ein mögliches Minus auszugleichen."

Um die Attraktivität des fünftägigen Festprogramms noch zu steigern, wollen die Bruderschaften mit einem Feuerwerk am Pfingstsamstag eine alte Tradition wieder aufleben lassen: Nach mehr als 15 Jahren Pause soll am 11. Juni gegen 23 Uhr der Himmel über Korschenbroich im Lichterglanz erstrahlen.

In Sachen Sicherheit sind die beiden Bruderschaften ebenfalls gut aufgestellt: Zum dritten Mal wird ein Sicherheitsdienst verpflichtet, zum zweiten Mal wird der Zelteingang mit Videokameras überwacht. Zudem haben Peter Schlösser, Ralf Heinrichs und Andreas Winkens ein umfassendes Sicherheitskonzept entwickelt, das in dieser Woche noch mit den Kooperationspartnern wie Stadt, Polizei, Feuerwehr und DRK abgestimmt wird. Mehr Kirchenbesucher wünscht sich Peter Schlösser und so schlug er deutliche Töne zum internen Ablauf an: "Es ist schon eine Unverschämtheit, wenn in Ablaufplänen einzelner Züge anstatt der heiligen Messe ein Biwak im Garten angekündigt wird. Wir feiern ,Unges Pengste' und dazu gehört auch der Besuch der Messe."

(NGZ)
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