Unges Pengste 2016 - Kirmes mit 40 Attraktionen und Buden

Korschenbroich: Kirmes mit Nostalgie und Nervenkitzel

Das Riesenrad kehrt zurück, die Marktneuheit "Kick Down" sorgt für Nervenkitzel, und der Schlager-Express darf als Klassiker nicht fehlen: 40 Buden und Fahrgeschäfte machen das Kirmesvergnügen perfekt.

Es ist eine eigene kleine Welt, die derzeit auf dem Matthias-Hoeren-Platz aufwendig aufgebaut wird. Auf mehr als 6000 Quadratmetern finden 40 Schausteller mit ihren Buden und Fahrgeschäften Platz. Jeder Zentimeter ist vergeben. "Eine äußerst anspruchsvolle Aufgabe", spricht Sven Tusch (45) den "kompakten Raum" im Ortskern an. Er und Volker Kallenberg (54) haben vor vier Jahren das Erbe ihrer Väter angetreten und zeichnen seither als Marktausstatter für die Kirmes zu Unges Pengste verantwortlich. Sie ist auf Familien abgestimmt. "Doch neben Nostalgie darf der Nervenkitzel nicht fehlen", sind sich die beiden einig.

So wie Zuckerwatte und Lebkuchenherzen auf den Platz locken, gehören Autoscooter und Schlager-Express zu Unges Pengste wie die großen Königsparden mit 1500 Marschierern und Musikern. In diesem Jahr kehrt das Riesenrad zurück. Die Stadt aus der Vogelperspektive erleben, das ist am Wochenende wieder möglich. Für die Fahrt mit dem Riesenrad garantiert Schausteller-Sprecher Tusch einen "wahren Höhenrausch". Er hat das Riesenrad mit der speziellen Aufbau-Technik bereits 2014 nach Korschenbroich geholt. Eine längere Pause wollte Tusch jetzt nicht riskieren: "Das Rad ist ins Ausland verkauft, wie's weiter geht, steht noch in den Sternen." Fest steht hingegen, dass ihm mit der Verpflichtung von "Kick Down" erneut eine Attraktion geglückt ist. "Unges Pengste gilt in Schausteller-Kreisen als 1A-Adresse", beteuert der 45-Jährige. Und so verspricht Tusch "Nervenkitzel in der Bratpfanne". "Kick Down" ist bislang einmalig in Deutschland. Es ist ein spektakuläres Rund-Hoch-Fahrgeschäft mit einzelnen Gondeln in einer "Bratpfanne" montiert. Die Fahrgäste dürfen sich auf "einzigartige Fahreffekte" in bis zu zwölf Metern Höhe freuen. Maik Landwermann, Wahl-Niedersache mit Firmensitz in München, kommt direkt aus Kevelaer nach Korschenbroich.

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Sicherheit wird auf dem Kirmesplatz großgeschrieben: Ihrem Ziel zur Barrierefreiheit sind die Schausteller wieder ein gutes Stück nähergerückt. Die vielen Kabelbrücken werden mit speziellen Rollstuhlrampen abgedeckt. "Davon profitieren viele Besuchergruppen", spricht Volker Kallenberg auch die Familien mit Kinderwagen an.

Für Sicherheit auf dem Platz sorgt ab Samstag wieder ein eigens für die Festtage gebuchter Ordnungsdienst. Die Sicherheitskräfte sollen Mitarbeiter von Polizei, Ordnungs- und Jugendamt unterstützen. Erstmals wird es auch eine Nachstreife mit Hund geben. "Was fehlt, ist jetzt noch trockenes Wetter", sagt Sven Tusch und blickt dabei zuversichtlich auf seine Wetter-App.

(NGZ)