Pfingsttombola : Neues Team - alte Ziele

Korschenbroich Eine Brücke der Hilfsbereitschaft um die halbe Welt verbindet Korschenbroich seit Jahren mit der Anden-Metropole La Paz. Schützenhilfe für die 4000 Straßenkinder der bolivianischen Hauptstadt kommt seit Jahren von den beiden Korschenbroicher Bruderschaften St. Sebastianus und St.-Katharina-Junggesellen. Im Blickpunkt steht dabei traditionell die große Pfingsttombola, die sich in diesem Jahr zum 26. Mal jährt. Es hat sich nicht viel verändert und doch hat sich einiges hinter den Kulissen getan.

Korschenbroich Eine Brücke der Hilfsbereitschaft um die halbe Welt verbindet Korschenbroich seit Jahren mit der Anden-Metropole La Paz. Schützenhilfe für die 4000 Straßenkinder der bolivianischen Hauptstadt kommt seit Jahren von den beiden Korschenbroicher Bruderschaften St. Sebastianus und St.-Katharina-Junggesellen. Im Blickpunkt steht dabei traditionell die große Pfingsttombola, die sich in diesem Jahr zum 26. Mal jährt. Es hat sich nicht viel verändert und doch hat sich einiges hinter den Kulissen getan.

1984 war es der Schützenzug "Lange Lulatsche" mit Jürgen Hüsges an der Spitze, der diese Aktion ins Leben rief und in den darauffolgenden 25 Jahren für die Organisation der Tombola verantwortlich zeichnete. Nun hat sich ein neues Tombola-Team aus engagierten Schützen zusammengefunden, das diese Pfingstaktion übernommen hat. "Mit Jürgen Hüsges wissen wir aber den Initiator und Vorsitzenden der Kinder-Direkthilfe an unserer Seite", ist Thomas Siegers erleichtert, auf die Erfahrungen des Praktikers zu vertrauen.

"Die Grundzüge der Tombola sind unverändert geblieben, das war uns wichtig", stellt auch Marco Heuter fest. Er gehört neben Jürgen Hüsges,Thomas Siegers, Sven Frank, Johannes Kronen und Friedhelm Pauen zu dem neuen Orga-Team. "Sowohl die äußere Aufmachung der Lose als auch der Lospreis von einem Euro haben nach wie vor Bestand. Am wichtigsten ist aber die Tatsache, dass der komplette Erlös aus dem Losverkauf ohne Kostenabzug mit den Straßenkindern in La Paz einem wohltätigen Zweck zugutekommt."

Mit den 4000 Straßenkindern in der Anden-Metropole stehen auch heute schon die ersten Gewinner der Pfingsttombola fest. Dort leistet der Mönchengladbacher Pfarrer Josef Neuenhofer im Rahmen seiner Stiftung "Arco Iris" lebenswichtige Arbeit, um die Lebensgrundlage dieser von Not und Elend bedrohten Kinder zu verbessern (die NGZ berichtete mehrfach).

"Um die über Jahre dort aufgebauten Projekte finanzieren zu können, ist die Kinder-Direkthilfe auf Spenden angewiesen", stellt Jürgen Hüsges die Notwendigkeit heraus. Und Thomas Siegers weiß auch, die Tombola mit ihren 1300 Losen spielt dabei nur eine untergeordnete Rolle: "Wir wollen aber mit der Werbung für die Tombola auf die Not der Straßenkinder um Pfarrer Neuenhofer hinweisen und erhoffen uns auf diese Weise, neue Großsponsoren zu gewinnen."

Erstmals werden heute und morgen nun an der Abendkasse auch Lose verkauft: Der Zelteintritt beträgt neun Euro. Thomas Siegers: "Wir hoffen natürlich, dass sich viele ,Unges-Pengste'-Besucher solidarisch zeigen und auf das Wechselgeld verzichten."

Obwohl bei so viel Wohltätigkeit die Gewinne fast zweitrangig sind, sind diese - durchweg gestiftet von Sponsoren - sehr ansehnlich. 650 Preise wechseln nach der Ziehung am Mittwochabend beim Königsball im Festzelt den Besitzer.

Mehr zu "Unges-Pengste" lesen Sie am Samstag, 30. Mai, in der Neuß-Grevenbroicher Zeitung.

(NGZ)