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Korschenbroich: Mutmach-Konzerte auf dem Hannen-Platz als Zeichen der Freundschaft in zeiten von Corona

„Mutmach-Konzerte“ in Korschenbroich : Zeichen gegen den Corona-Blues

In Zeiten von „Unges Pengste“ gab es zwölf „Mutmach-Konzerte“ auf dem Hannen-Platz in Korschenbroich. Die Reihe soll nun fortgeführt werden. Das versprach Schützenchef Horst Thoren.

Vorfreude und Nachbereitung mitgerechnet, erstreckt sich „Unges Pengste“ gefühlt von Ostern bis zum Fronleichnamsfest. Da das Schützenfest in diesem Jahr coronabedingt sehr still ausfiel, nahm Schützenchef Horst Thoren die Zeitrechnung zum Maßstab für die Abendmusik auf dem Hannen-Platz. In Summe ergab die Reihe zwölf „Mutmach-Konzerte“.

Verteilt auf Sonn- und Feiertage traten dabei das Ensemble Niersblech, die Alphornbläser, diverse Untergruppen des Bundesschützen-Musikcorps Kleinenbroich und das Stabsmusikcorps der Bruderschaften auf.

Die musizierenden Korschenbroicher mit besonderer Beziehung zum Brauchtum eint der Wunsch, ein Zeichen gegen den Corona-Blues und für die Freundschaft zu setzen. Stefan Danners, Paul und Volker Schäfer markierten mit ihrem Auftritt zum Fronleichnamstag nur ein vorläufiges Finale. Denn die Reihe soll weitergehen, wenn auch von nun an in loser Folge. Das versprach Initiator Horst Thoren.

Er holte die Musiker zusammen und moderierte die kleinen Konzerte. Voller Mitgefühl für die Hardterbroicher, die nun ebenfalls auf ihr Schützenfest verzichten müssen, sandte Thoren einen besonderen Gruß nach Mönchengladbach. Morgens hatte Jens Buschhüter, König der St. Katharina Junggesellen Bruderschaft, im vollen Ornat den Fronleichnams-Gottesdienst in St. Andreas besucht. Nachmittags lauschte seine Majestät der Musik unter freiem Himmel. „Die Mutmach-Konzerte zeigen, Korschenbroich hält zusammen. Es gilt die Regel „Et hätt noch immer jot jejange“, betonte Thoren zum Auftritt des Trios.

Die Stammspieler im Bundesschützen-Musikcorps Kleinenbroich haben sich bereits einen Namen als Mutmach-Ensemble gemacht. Nach dem Aufruf der Landesmusikverbandes gaben sie ein Konzert vor der eigenen Haustür und entwickelten den spontanen Auftritt zur Kleinenbroicher Reihe. Zudem spielten sie beim Haus Tabita auf, während die Bewohner auf den Balkonen lauschten.

Während ihres Gastspiels vor dem Hannen-Stammhaus verweilten Passanten und lauschten die Besucher im Eis-Café gegenüber. Sven Frank, jüngst mit dem Orden „Treu wie Kurt“ gewürdigt, zeichnete den Auftritt auf. Damit wird auch dieser Auftritt wie die Vorgänger-Konzerte über die sozialen Medien weitergetragen.