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Rückblick auf "Unges Pengste": Gelöste Stimmung im Festzelt

Rückblick auf "Unges Pengste" : Gelöste Stimmung im Festzelt

Korschenbroich Manche Missverständnisse bedürfen einer dringenden und vor allem sofortigen Aufklärung. So auch der von einer unbedarften Schützengattin fehlinterpretierte Marschbefehl, der bekanntlich für den gestrigen Abend die Verabschiedung von Präses Frank Josef van de Rieth vorsah.

Korschenbroich Manche Missverständnisse bedürfen einer dringenden und vor allem sofortigen Aufklärung. So auch der von einer unbedarften Schützengattin fehlinterpretierte Marschbefehl, der bekanntlich für den gestrigen Abend die Verabschiedung von Präses Frank Josef van de Rieth vorsah.

Des Kaisers neue Kleider? Der blaublütige Nachwuchs vom Königszug „ De Luuschkückskes“ bekam von Kaiser Andreas Albani T-Shirts spendiert. Foto: NGZ

Der Pfarrer auf Abwegen? "Als ich die SMS der jungen Dame erhalten habe, die meinen Verbleib wissen wollte, konnte ich natürlich Entwarnung geben", lacht van de Rieth, der während der Festtage von "Unges Pengste" noch ein zweites Mal Anlass zur Verwirrung gab. "Offenbar hatte ein Schützenbruder statt ,Mai setzen', ,beisetzen' gelesen und war nun in heller Aufregung, mir könnte etwas zugestoßen sein", so Präses van de Rieth, der beim traditionellen "Familien-Frühstück" gestern Morgen zwar müde, nach einige Bissen aber auch wieder quicklebendig aussah.

Zuvor hatte er den Sebastianern und Katharina-Junggesellen beim feierlichen Hochamt noch den Segen erteilt, "den sich alle auch verdient haben", wie van de Rieth launig bemerkte. Der Dienstagmorgen bei "Unges Pengste" verströmt also fraglos eine gelöste Stimmung. Zwischen den reichlich gedeckten Tischen tummelt sich der Nachwuchs, statt Trinksprüche hallen Kinderstimmen durch das Festzelt. "Der Dienstag gehört der Familie", bekräftigt Bezirksbundesmeister Horst Thoren, der es sich ebenfalls bei einer Tasse Kaffee und einem Mettbrötchen gemütlich gemacht hat.

"Korschenbroich trägt zwar die Bezeichnung Stadt auf dem Ortseingangsschild, hier wird aber der familiäre Geist des Dorfes deutlich", überlegt Thoren beim Blick in die beschauliche Runde. Angesichts der offensichtlichen Harmonie im Regiment hält Thoren eine Korschenbroicher Diskussion über Frauen in Schützenuniform dann auch für überflüssig: "Wir als Bruderschaft haben da einen klaren Standpunkt, so begrüßenswert diese Entwicklung andernorts ja sein mag. Außerdem haben die Korschenbroicher Frauen während der Tage viel mehr zu sagen, als sich das so mancher Schütze vorstellen kann."

Wenige Meter weiter verteilt Kaiser Andreas Albani eigens bedruckte T-Shirts an den Nachwuchs seines Zuges: Neun Mal Größe 140, Signalfarbe rot. Albani, der das "SchützenFrühstück" bereits zum dritten Mal in Folge als gekröntes Haupt erlebt, gibt "eine gewisse Grundmüdigkeit" zu. Die ist bei den strahlenden Gesichtern der kommenden Generation der "Luuschkückskes" aber schnell vergessen - die T-Shirts kommen gut an.

Während das Bundesmusikkorps Kleinenbroich das voll besetzte Schützenzelt unterhält, kehrt an der langen Theke zum ersten Mal seit Fassanstich ein wenig Ruhe ein. Kellnerin Verena Esters zieht an ihrer Zigarette und atmet durch: "Ich finde dieses Frühstück wirklich schön. Die Leute sind entspannt und wir müssen auch nicht im Akkord den Biernachschub garantieren." Zumal die NGZ und die Rheinische Post mit ihrer Berichterstattung über "Unges Pengste" an diesem Vormittag schnell vergriffen sind. Schließlich gehört die Zeitungslektüre zu einem ordentlichen Frühstück einfach dazu.

Mehr dazu lesen Sie am Mittwoch, den 03.06.09 in der Neuß-Grevenbroicher Zeitung.

(NGZ)