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Korschenbroich: Er lässt die Schützen tanzen

Korschenbroich : Er lässt die Schützen tanzen

Albert Schmitten ist der Musikbeauftragte für Unges Pengste. Der Vize-Präsident der St.-Sebastianus-Bruderschaft koordiniert und organisiert die Kapellen und die Bands. Für ihn gilt: "Nach dem Fest ist vor dem Fest."

Wann immer an Unges Pengste Musik gemacht wird, ist Albert Schmitten nicht weit. Der Musikbeauftragte der St.-Sebastianus-Bruderschaft ist für die alljährliche musikalische Begleitung an den fünf Festtagen verantwortlich. Wenn irgendwo eine Kapelle oder eine Band spielt: Albert Schmitten hat sie eingeteilt. Seit mehr als 40 Jahren ist der gelernte Industriekaufmann aktiv in seinem Schützenzug "Frei Weg", der zurzeit 21 Mitglieder hat.

Foto: Andreas Baum

Für Musik hat sich Schmitten schon immer interessiert. Ein Instrument hat er zwar nie gespielt, aber mit seinem Korschenbroicher Männerchor ist er mindestens viermal im Jahr auf Konzerten vertreten. Geprobt wird jede Woche. Dass an Unges Pengste die passende Musik gespielt wird, ist ihm wichtig: "Wir müssen an jedem Tag den Geschmack der Gäste treffen." Zu diesem Zweck wurde für jeden der Festtage eine neue Abend-Band verpflichtet. So traten am Pfingstsamstag und —sonntag die Cover-Bands "Mrs. Fab" und "Booster" auf. Gespielt wurden aktuelle Charts und Evergreens. "So erreichen wir auch die Jüngeren unter uns", weiß Schmitten. An den restlichen Festtagen waren noch "Joynova", "Hands up" und "Die Kleinenbroicher"im Einsatz.

Für die Paraden hatte Schmitten sechs Tambourkorps und sechs Musikkapellen unter Vertrag. Damit am Ende auch alle Musiker wissen, wann, was und wo zu spielen ist, ist eine frühzeitige Planung unumgänglich. So ist es für den Musikbeauftragten ähnlich wie im Sport: "Nach dem Fest ist vor dem Fest." Unmittelbar nach Unges Pengste stehen schon Vorschläge für 2012 im Raum, Verhandlungen folgen. "Neuerungen sind dabei wichtig", weiß der engagierte Ehrenamtler, der seit 1968 im Sebastianer-Vorstand anpackt und bereits dreimal das Königssilber durch den Ort trug. Als Junggesellen-Mitglied sicherte er sich direkt im ersten Vorstandsjahr die Königswürde. Als die Bruderschaft ihren 475. Geburtstag feierte, stand er zum zweiten Mal im Blickpunkt und im Jubiläums-Jahr 2004 repräsentierte der ehemalige Trietenbroicher Gastwirt (Zur Waldschänke) ein drittes Mal. Noch einmal will er den Königsvogel nicht von der Stange holen: "Dreimal — das reicht, ich werde ja auch nicht jünger."

Für den Ur-Korschenbroicher, wie er sich selbst bezeichnet, waren die zurückliegenden Festtage etwas ganz besonderes. Warum? "Weil nach langer Zeit keine großartigen Jubiläen anstanden. Unges Pengste stand für uns alle einmal ganz im Zeichen von Unges Pengste." Und so verstand es der Vize-Präsident, der die Bruderschaft bei Schützenfesten in der Nachbarschaft repräsentiert, die Festtage selber "in der Gemeinschaft und mit Freunden" zu genießen.

(NGZ)