Korschenbroich: Eine Stadt feiert mit zwei Königen

Korschenbroich: Eine Stadt feiert mit zwei Königen

Endspurt: Am Samstag beginnt das Schützen- und Heimatfest Unges Pengste in Korschenbroich. Für die Regenten beider Bruderschaften geht ein großer Traum in Erfüllung. Wir stellen sie heute vor.

Eine Stadt, ein Fest, zwei Bruderschaften - und zwei Könige: Das ist Unges Pengste. Am Samstagabend um 18 Uhr fällt mit dem Fassanstich der Startschuss für das Schützen- und Heimatfest in Korschenbroich, das viele Menschen begeistert. Im Mittelpunkt der Pfingst-Feierlichkeiten stehen zwei Könige: Christian Koenen von der St.-Sebastianus- und Hans Kießhauer von der St.-Katharina-Junggesellen-Bruderschaft.

Christian Koenen ist König der Sebastianus-Bruderschaft. Foto: isa

Christian Koenen Er ist "Wiederholungstäter": Vor genau 20 Jahren war der heute 45-Jährige schon einmal König in Korschenbroich - damals bei den Junggesellen. Das Besondere: Mit den Ministern Marc Delforge und Bernd Beckers hat er bereits 1998 gemeinsam regiert. "Wir haben uns damals fest vorgenommen, das Ganze in 20 Jahren bei den Sebastianern zu wiederholen. Jetzt hat es geklappt", sagt Christian Koenen. In den vergangenen Tagen hat der Medien- und Veranstaltungstechniker mit rund 30 Schützen-Kollegen die Residenz an der Hindenburgstraße fertiggestellt - eine besonders große. "Die Residenz ist deshalb etwas größer, weil es gleichzeitig auch die der Minister ist", erzählt Koenen von der hölzernen Burg, deren schwere Komponenten zum Teil mit einem Kran aufgestellt werden mussten.

Es war der 92. Schuss, der Christian Koenen beim Königsvogelschuss im Oktober zum König der St.-Sebastianus-Bruderschaft machte. "Ich habe erst beide Flügel, dann die Füße und dann den Korpus abgeschossen", erinnert sich der gebürtige Düsseldorfer genau. Im Alter von einem Jahr ist er mit seinen Eltern nach Korschenbroich gezogen - und fortan mit Unges Pengste und dem Schützenwesen groß geworden. Von seiner Frau Monique Koenen, seiner 17-jährigen Tochter Celina, den Ministerpaaren Marc und Alex Delforge sowie Bernd und Sonja Beckers, seinen Kameraden aus dem Königszug "Emmer to" sowie den Schützen aus den beiden Ministerzügen wird Koenen kräftig unterstützt. Zu Königsfrühstück rechnet Koenen mit 800 Schützen und Freunden. "Wir haben unter anderem 1300 Brötchen und 46 Kilo Mett bestellt."

  • Schützenfest : Unges Pengste ist eröffnet

Hans Kießhauer Das traditionelle Frühstück der Könige, das auch die Junggesellen für ihre Bruderschaft organisieren, ist das, worauf sich Hans Kießhauer am meisten freut: Der 31-Jährige rechnet mit bis zu 300 Gästen, die sich in seiner Residenz am Pappelweg stärken werden - auch für die Parade am Pfingstmontag. "Ich freue mich riesig darauf", sagt Hans Kießhauer, der im Oktober mit dem 90. Schuss König der St.-Katharina-Junggesellen wurde. Der Korschenbroicher, der von Beruf Disponent ist, bringt ebenso wie Christian Koenen Erfahrung mit: Er war 2012 an der Seite des damaligen Junggesellen-Königs Sebastian Schmitz Minister. "Jetzt geht für mich ein Traum in Erfüllung", sagt Kießhauer. Beim Königsvogelschuss im Herbst habe "einfach alles gepasst". Jetzt konzentriert er sich auf die Festtage.

Was Unges Pengste für ihn bedeutet? "Freundschaft, Gemeinschaft, Heimatverbundenheit", nennt Kießhauer prompt drei Schlagworte. Vor zwölf Jahren ist er Mitglied der Bruderschaft geworden, der Königszug heißt "Schwaadlaps" und zählt 14 Mitglieder. 2018 werden vier Schützen als Gäste mitmarschieren, zwei reisen extra aus München an. Über die Festtage wird Kießhauer von seiner Freundin Julia Hens aus Wegberg begleitet. An seiner Seite stehen zwei Ministerpaare: sein Bruder Martin Kießhauer mit Jessica Noathnick sowie Bastian Oedinger mit Stefanie Esser.

Gemeinsam mit Zugkameraden haben sie den Fokus aller Vorbereitungen auf die Königsresidenz gelegt. "Es ist eine Burg aus Holz, die wir angemalt haben", erzählt Kießhauer, der in Kleinenbroich wohnt. Die Residenz am Pappelweg sei deshalb am Betrieb eines befreundeten Unternehmers aufgebaut. Dort heißt es jetzt "Endspurt", die meisten Arbeiten sind erledigt.

(cka)
Mehr von RP ONLINE