Unges Pengste : Das große Fest im Visier

Seit gestern haben die beiden großen Bruderschaften den Schützenfestauftakt im Blick: Die Weichen für "Unges Pengste" sind gestellt. Diese Nachricht nahmen gut 300 Schützen voller Vorfreude zur Kenntnis.

Einen musikalischen Vorgeschmack auf das große Heimatfest "Unges Pengste" gab's bereits am Montag im Gasthof Deuss, als die Musikvereinigung Giesenkirchen und das Bundesschützenfanfarenkorps "Nordstern" Herrenshoff mit schmissiger Marschmusik Sebastianer und Katharina-Junggesellen gleichermaßen auf das "Fest der Feste" einstimmte. "Wie in jedem Jahr" lautete dann auch die erwartete Osterbotschaft von Sebastianer-Präsident Peter Schlösser. Noch 45 Tage müssen sich die Bruderschaftler in Geduld üben, bevor beim traditionellen Silberputz das inoffizielle Startzeichen für den Festreigen in Korschenbroich fällt.

Die Vorbereitungen für "Unges Pengste" laufen auf Hochtouren. Davon konnte Peter Schlösser die gut 300 Schützen am Montag überzeugen. Auch wenn die historischen Bruderschaften an Althergebrachtem festhalten, so gibt's doch auch für dieses Jahr wieder einige Neuerungen. Neu ist beispielsweise der optische Auftritt mit Hochglanzplakaten — gestaltet von Schützenbruder Sascha Bonneß. Der Kopf mit dem farbenprächtigen Zweispitz steht bei der neuen Plakatlinie als Blickfang im Mittelpunkt.

Neu ist aber auch, dass die beiden Bruderschaften einmal mehr auf Sicherheit setzen: Im zweiten Jahr wird ein Sicherheitsdienst verpflichtet, erstmals werden auch Videokameras eingesetzt. "Der Zelteingangsbereich wird damit ausgestattet", teilte Schlösser den Anwesenden mit. Mit zwei unterschiedlich farbigen Tanzkontrollern wollen die Veranstalter auch das Einhalten der Jugendschutzvorgaben erleichtern. "Zeltbesucher unter 18 Jahren tragen eine andere Farbe als Erwachsene" so Schlösser weiter.

Und noch eine gute Nachricht konnte der Sebastianer-Präsident den Schützen zurufen: "Der Bierpreis bleibt im dritten Jahr in Folge mit 1,40 Euro stabil." Erstmals haben die Bruderschaftler auch die Möglichkeit, im Vorfeld Biermarken-Rollen zu kaufen, um den Bierpreis so auf 1,35 Euro zu reduzieren. Allerdings machte Schlösser auch deutlich: "Die Marken müssen alle 2010 eingelöst werden. Keiner kann den Preis ins nächste Jahr retten."

So wie Schatzmeister Hermann-Josef Eiken eine blitzsaubere Kassenführung vorweisen konnte, zog auch Peter Schlösser eine positive Jahresbilanz. Sein besonderer Gruß galt den amtierenden Königen Bodo van Tangeln (Sebastianer) und Bernd Scheufeld (Junggesellen) mit Ministern, Ehrenpräsident Hermann-Josef Kronen und Bezirksbundesmeister Horst Thoren. Lediglich mit dem Besuch des Familienfrühstücks an Pfingstdienstag war Schlösser unzufrieden. Und so gab er den Schützen eine Aufgabe mit auf den Nachhauseweg: "Denken Sie darüber nach, wie wir diesen Vormittag attraktiver gestalten können."

(NGZ)