Unges Pengste 2019 in Korschenbroich: Feuerwerk, Tombola und Besuch aus Argentinien

Unges Pengste 2019 : Feuerwerk, Tombola und Besuch aus Argentinien

In wenigen Tagen beginnt Unges Pengste in Korschenbroich: Die Bruderschaften haben wieder ein attraktives Programm zum Schützenfest zusammengestellt – und sie freuen sich auf besondere Gäste.

Am Samstag startet Unges Pengste, Korschenbroichs großes Schützen- und Heimatfest – und das gleich mit einem Knalleffekt. Im wahrsten Sinne des Wortes. Die Junggesellen haben für Samstagabend einen Feuerwerker bestellt, der am Matthias-Hoeren-Platz seine Raketen steigen lässt. Junggesellen-Präsident Steffen Cremer verspricht ein farbenfrohes Himmelsspektakel. Denn der Feuerwerker hat Erfahrung und beste Referenzen. Selbst das Japan-Feuerwerk in Düsseldorf wird von seiner Firma abgebrannt. Wer Pfingstsamstag die Raketen steigen sehen will, sollte um 22.45 Uhr zur Stelle sein. Steffen Cremer: „Gucken kann man überall gut, am Bierstand macht es den meisten Spaß.“

Viel Vorbereitung benötigt die traditionelle Pfingsttombola der beiden Bruderschaften. Sie unterstützen die Kinderdirekthilfe Korschenbroich bei einem Projekt in Bolgatanga/Ghana. Dort soll ein Hilfezentrum für bedürftige Kinder und Familien gefördert und insbesondere die Ausbildung junger Menschen ermöglicht werden. „Unser Ziel ist es, an Pfingsten wieder alle 12.000 Lose zum Preis von je einem Euro zu verkaufen“, sagt Organisator Karl-Heinz Göris. Die Pfingsttombola sei allerdings nur die Initialzündung für viele weitere Spenden. Nach Pfingsten sollen möglichst 50.000 Euro als Direkthilfe nach Ghana überwiesen werden. Wer ebenfalls spenden möchte, findet alle Informationen auf der Internetseite www.kdh-korschenbroich.de.

Aufgepasst! Der Nachwuchs kommt. 23 Jungs im Alter von sieben bis 13 Jahren sind Unges Pengste zum ersten Mal dabei. Die neue Jugendabteilung heißt „Unges Jonges“ und wird von Andreas van de Kraan, Fabian Hintzen und Wolfgang Scheid betreut. Das erfahrene Trio übt derzeit mit den Jüngsten das Marschieren, will aber auch jenseits von Unges Pengste für jugendgerechte Aktivitäten sorgen.

Sich und die Tradition hochleben lassen gleich fünf Jubiläums-Schützenzüge. Bei den Sebastianern sind das Sankt Antonius (70 Jahre dabei), De Meähläng (60 Jahre) und Schlappe Kisten (40 Jahre). Bei den Junggesellen sind die i-Dötzchen mit zehn Jahren Zugehörigkeit fast schon erwachsen und feiern gemeinsam mit DE Eck erömm ihre erste Null.

Auch besonderer Besuch ist an Unges Pengste gewiss. So kommt Skisprung-Olympiasieger Andreas Wellinger nach Korschenbroich – der Liebe wegen. Seine Freundin lebt in Korschenbroich und ist pfingstverrückt. Den weitesten Weg zur Parade hat jedoch ein Neu-Schützenbruder aus Argentinien. Der Schwiegersohn von Paul-Ernst Böttges, vor 70 Jahren erster General der Junggesellen und in den 50er Jahren nach Südamerika ausgewandert, kommt mit seiner Frau, um die niederrheinische Heimat seines verstorbenen Schwiegervaters kennen zu lernen. Er ist eingeladen, mitzuziehen – im Schützenzug Werp drop.

Daran wird sich Rolf Winkens gewöhnen müssen. Zu Unges Pengste werden etliche Schützenbrüder zum Oberst kommen, um zu gratulieren: „Herzlichen Glückwunsch, ich trinke Alt.“ Winkens wird am Freitag 65 Jahre alt und gehört seit 30 Jahren zur Reiterei der Bruderschaften.

(NGZ)
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