1. NRW
  2. Städte
  3. Korschenbroich

Korschenbroich: Tunnel müssen saniert werden

Korschenbroich : Tunnel müssen saniert werden

Die Bahnunterführung an der Regentenstraße muss dringend erneuert werden. Die Abdichtung ist defekt, die Fahrbahn durchfeuchtet. Die Stadt plant bereits, gebaut wird 2013. Die Arbeiten verschlingen gut eine Million Euro.

Die Stadt Korschenbroich hat die Verkehrssicherungspflicht für die Bahnunterführungen. Zwei von ihnen — nämlich die an der Regentenstraße in Korschenbroich und die im Holzkamp in Kleinenbroich — sind dringend sanierungsbedürftig. Auf gut zwei Millionen Euro beziffern Experten die Ausgaben für die Instandsetzung beider Trogbauwerke. Die Planungen für die Regentenstraße hat die Stadt bereits aufgenommen. Die Ausschreibung ist noch für dieses Jahr geplant, gebaut werden soll dann ab April 2013.

Schilder: "Unfallgefahr"

"Ich bin froh, dass wir endlich aktiv werden können", erklärt Tiefbauamtsleiter Christoph Herchner (53) gegenüber unserer Zeitung. Er hat bereits vor zwei Jahren an der Korschenbroicher Unterführung Schilder mit dem Hinweis "Unfallgefahr" aufstellen lassen. Fußgänger und Radfahrer sind dort aufgrund der Betonplattenverschiebungen besonders gefährdet.

Dass aus Kostengründen nicht gleich beide Unterführungen saniert werden können, leuchtet dem Fachmann ein. Christoph Herchner ist zunächst erleichtert, dass der Bauausschuss die Notwendigkeit einer dringenden Sanierung erkannt hat: Die Unterführung Regentenstraße/Neusser Straße soll im kommenden Jahr für gut eine Million Euro repariert werden. Für 2013/2014 soll dann der Holzkamp in Kleinenbroich folgen.

Wie notwendig die Arbeiten an der Unterführung Regentenstraße sind, kann selbst der Laie problemlos erkennen. Die dicken Betonplatten, die Anfang der 80er Jahre zu einem Gehweg vor Ort gegossen wurden, haben sich stellenweise um bis zu acht Zentimeter verschoben. "Die einzelnen Plattenteile bringen gut eine Tonne Gewicht auf die Waage", beschreibt Christoph Herchner die Dimension. Das erklärt auch, dass sich die Bordsteinkanten versetzt haben und gefährliche Kanten für Radfahren bilden.

Damit nicht genug: Die Abdichtung ist defekt, Wasser dringt ein und droht beispielsweise der sogenannten Bewehrung aus Stahl zuzusetzen — sie ist bei einer Brücke das tragende Teil. Alle Fugen zwischen dem Trog und den Kappen sind zudem beschädigt oder bereits vollständig zerstört. "Dadurch ist Wasser in erheblichen Mengen durch die aufgerissenen Fugen ins Bauwerk gelaufen", sagt Herchner.

Fachbereichsleiter Georg Onkelbach (49) fasst die Schadensschilderung zusammen: "Die komplette Straße ist durchfeuchtet." Onkelbach spricht noch ein weiteres Problem an: "Durch das in den Schichten des Fahrbahnbelages eingedrungene Wasser kommt es bei starker Sonneneinstrahlung oder aber bei Forst zu einer massiven Blasenbildung auf der Asphaltdecke. Das geht sogar so weit, dass die Feuerwehr uns an Wochenenden ruft und wir die Blasen aufstechen, um die Unfallgefahr zu minimieren."

Dennoch hat Herchner eine gute Nachricht: "Die eigentliche Betonkonstruktion der Tröge ist noch nicht beeinträchtigt. Wir können noch sanieren und benötigen keine Neubauten."

(RP/rl)